Trotz Coronavirus Riesenandrang bei Messe in Stadthalle Unna

dzKein Fall im Kreis Unna

Trotz der Sorge vor dem Coronavirus ist die Messe „Essen Trinken Feiern“ in der Stadthalle Unna am Sonntag gut besucht. Nach wie vor gibt es keinen Corona-Fall im Kreis Unna.

Unna, Kamen, Bergkamen, Fröndenberg

, 01.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Messe, die schon im Namen zum Probieren und Schlemmen einlädt und die hunderte Besucher anzieht – das klingt in Zeiten von Corona nach einem Albtraum. Doch die Stadthalle Unna, in der am Samstag und Sonntag die Messe „Essen Trinken Feiern“ stattfand, war rappelvoll. Die Angst vor einer Ansteckung hielt sich in Grenzen.

Wursthäppchen, Käsespieße, frisches Gebäck: Auf Probiertellern boten zahlreiche Produzenten aus verschiedenen Lebensmittelsparten am Wochenende ihre Produkte an – ausdrücklich mit der Bitte zum Zugreifen verbunden. Offene Lebensmittel, die frei zugänglich für Jedermann an einem stark frequentierten Ort stehen: Nicht jeder würde da angesichts der aktuellen Situation bedenkenlos zugreifen, sollte man meinen.

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Doch der Probierlust der Besucher tat die Sorge vor einer Ansteckung keinen Abbruch. Im Gegenteil: „Wir hatten heute Morgen einen regelrechten Ansturm an Besuchern“, berichtete eine Mitarbeiterin der Messe. Allein die an jedem Treppenaufgang und damit den Zugängen zu den einzelnen Messebereichen platzierten Desinfektionsmittelspender gaben einen Hinweis darauf, dass eine gründliche Handhygiene zur Zeit nicht schadet.

Keine Erkrankten im Kreis Unna

Genau das – „Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen“ – sei auch die einzig richtige Verhaltensweise in der aktuellen Lage, sagt auch Kreis-Pressesprecherin Constanze Rauert. Auf Anfrage unserer Redaktion am späten Sonntagnachmittag bestätigt sie, dass es weiterhin keine Corona-Fälle im Kreis Unna gebe. „Hier ist weiterhin alles ruhig.“

„Eine gründliche Handhygiene muss sein, Hamsterkäufe müssen nicht sein.“
Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna

Für die „Hamsterkäufe“, die in den vergangenen Tagen vermehrt zu beobachten seien, gebe es keinen Grund: „Wenn jemand tatsächlich in Quarantäne kommt, greifen Strukturen wie Familie und Nachbarschaft, dass derjenige mit Lebensmitteln versorgt wird. Niemand wird dann allein gelassen.“ In der jetzigen Situation müsse man besonnen reagieren und das heiße ganz klar: „Eine gründliche Handhygiene muss sein, Hamsterkäufe müssen nicht sein“, so Rauert.

Im benachbarten Märkischen Kreis ist nach wie vor ein bestätigter Corona-Fall gemeldet. Ein Lehrer aus Lüdenscheid wurde positiv auf das Virus getestet und unter häusliche Quarantäne gestellt. 36 Kontaktpersonen des Mannes befinden sich ebenfalls in Quarantäne Zuhause. In Dortmund stehen noch immer die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von zwei Verdachtsfällen aus.

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