Brutale Attacke am Stadtsee: So leidet das 35-jährige Opfer auch Wochen nach der Tat

dzAngriff am Stadtsee

Zwölf Leute sollen einen Werner am Stadtsee brutal zugerichtet haben. Fast acht Wochen liegt die Attacke zurück. Doch das Opfer hat noch immer mit den Folgen zu kämpfen – nicht nur körperlich.

Werne

, 17.07.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ganze Leben eines 35-jährigen Werners hat sich in nur wenigen Minuten verändert. Eine Gruppe von zwölf Leuten soll ihn Ende Mai am Stadtsee attackiert haben: mit Steinen, Fäusten und Tritten gegen den hilflosen Werner. Sein unbeschwertes Leben verwandelte sich in eines mit tiefen Narben – körperlich und auch seelisch.

Wochenlang saß der 35-Jährige im Rollstuhl, konnte nicht selbstständig laufen und hatte mit einer gebrochenen Nase und zahlreichen Prellungen im Krankenhaus zu kämpfen. „Ich habe noch mit der Psyche zutun und mit der Nase“, sagt das Opfer auf Anfrage dieser Redaktion. Seinen Namen möchte der Werner aus Sorge um seine Sicherheit nicht nennen.

Opfer kehrt immer wieder an den Stadtsee zurück

„Ich lenke mich viel ab und gehe öfters zum Tatort“, sagt der Mann aus Werne. Er schaue sich immer wieder am Stadtsee um, an dem ihn Unbekannte so brutal attackierten. Er stelle sich seiner Furcht, um mit der Situation zurechtzukommen.

„Aber ich habe noch immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich zurückkehre – vor allem abends“, sagt der 35-Jährige. Doch davon lasse er sich nicht abhalten.

An den Tatort zurückzukehren, helfe ihm, die füchterlichen Erfahrungen zu verarbeiten. Immer wieder habe sich die Tat in seinem Kopf abgespielt, wenn er die Augen schloss. Allein sei das für ihn kaum zu verarbeiten.

Psychologe unterstützt den 35-jährigen aus Werne

„Ich hatte heute auch ein Termin beim Psychologen und hab mit ihm darüber gesprochen“, sagt der 35-Jährige und zeigt sich offen im Gespräch. Unterkriegen lassen, das merkt man ihm an, will er sich von der furchtbaren Tat nicht.

„Ich denke, das wird schon irgendwann wieder“, zeigt er sich zuversichtlich. Doch er muss die Situation nicht nur mit sich selbst austragen, sondern kann auch auf die Hilfe seiner Familie zählen. „Meine Familie unterstützt mich in dem Fall sehr“, so der Werner.

Wie genau alles abgelaufen ist, daran konnte sich der Werner bei der Polizei-Aussage gar nicht erinnern. Klar ist, dass er am Stadtsee die Toilette besuchen wollte und im Anschluss seine Freunde nicht mehr wiederfinden konnte.

Bei der Frage nach Hilfe soll ihn die Gruppe brutal attackiert haben. Mit seinen Verletzungen konnte er seine Freunde letztlich in der Nähe des Solebads finden, ehe sie einen Notarzt riefen.

Polizei hat eine heiße Spur auf die Täter

Die Polizei verfolgt derweil eine Spur, die hoffnungsvoll erscheint. So soll einer der Täter den Namen eines anderen Beteiligten gerufen haben. Diesem Hinweis geht die Polizei nun nach und hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Sie nimmt Hinweise unter Tel. (02389) 921-3420 oder (02389) 921-0 entgegen.

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