100 Tage Solebad: Besucherzahlen stimmen, das Verhalten der Gäste nicht immer

Solebad Werne

100 Tage Solebad: Nach dem Start am 14. April ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz. Die fällt positiv aus. Dennoch gibt es noch einige Punkte, bei denen Nachholbedarf herrscht.

Werne

, 24.07.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
100 Tage Solebad: Besucherzahlen stimmen, das Verhalten der Gäste nicht immer

Carsten Langstein (l., kaufmännischer Leiter) und Frank Gründken (Geschäftsführer der Natur-Solebad GmbH) ziehen nach 100 Tagen eine positive Bilanz – auch wenn es an einigen Stellen noch Nachholbedarf gibt. © Andrea Wellerdiek

Nach jahrelangem Warten haben die Verantwortlichen am 14. April das Werner Solebad feierlich eröffnet. Nach den ersten 100 Bade-Tagen in dem neu errichteten Bad ziehen Frank Gründken, Geschäftsführer, und Carsten Langstein, kaufmännischer Leiter des Bades, nun eine erste Bilanz. Und die fällt positiv aus – wenn auch mit einigen Abstrichen.

Glücklich sind die Verantwortlichen vor allem wegen der hohen Besucherzahlen. Nach der Eröffnung haben insgesamt 74.068 Bürger (davon 75 Prozent Erwachsene) das neue Bad besucht. Dass rund 85 Prozent der Besucher vor allem den Solebereich – und damit das Aushängeschild des Solebads – besuchen, bestätigt die Ausrichtung der Verantwortlichen.

Dreimal an die Kapazitätsgrenze gekommen

„Das ist eine Besucherzahl, die sich sehen lassen kann. Damit sind wir nicht nur zufrieden. Das hat unsere Erwartungen sogar übertroffen“, sagt Frank Gründken. Nach einem regelrechten Hype in den Osterferien kamen weniger Besucher ins Solebad, ehe man zu den Sommerferien wieder deutlich mehr Bürger – darunter deutlich mehr Kinder – zählte.

An die Kapazitätsgrenzen kam man am 21. April, am 5. Mai und am 30. Juni mit mehr als 1500 Besuchern. Da habe es teilweise einen eineinhalbstündigen Einlass-Stopp gegeben, erzählt Langstein. Das Freibad war zu dieser Zeit allerdings noch nicht geöffnet.

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Verbesserungsvorschläge der Kunden

Bei hohem Besucherandrang sei die Kommunikation schon im Eingangsbereich essentiell gewesen, erklärt Gründken – und weiter: „Wenn man das direkt an der Kasse sagt, dann weiß jeder, worauf er sich einstellt.“ In den Gesprächen mit den Kunden gebe es viel Lob für ein gelungenes Gesamtkonzept oder die vollständige Barrierefreiheit, erzählt Gründken.

Aber auch einige Verbesserungsvorschläge werden laut. Kleinigkeiten wie fehlende Kleiderhaken an den Frisierspiegeln oder ein fehlender Handlauf in der Textilsauna seien schnell angepasst worden, so die Verantwortlichen.

100 Tage Solebad: Besucherzahlen stimmen, das Verhalten der Gäste nicht immer

Manchmal sind es die Kleinigkeiten: Manche Besucher, die zum ersten Mal im Solebad sind, finden sich nicht gleich zurecht. Mit der zusätzlichen Beschriftung sind die Umkleiden besser zu finden. © Andrea Wellerdiek

Drehkreuz wird ausgetauscht

Ein größeres Thema sei hingegen das Drehkreuz am Übergang zwischen Bad- und Solebereich. Dies habe sich stellenweise als „Nadelöhr“ dargestellt. Abhilfe soll ein Doppeldrehkreuz bringen, durch das zwei Besucher gleichzeitig gehen können. „Das haben wir nicht richtig geplant. Wir brauchen ein Doppeldrehkreuz. Das hat sich jetzt gezeigt“, sagt Frank Gründken.

Eine Firma wurde bereits beauftragt, das neue Drehkreuz zu installieren. Wahrscheinlich wird das laut Gründken nach den Sommerferien oder zu Sim-Jü eingebaut. Zu den Kirmestagen würde man voraussichtlich wieder in Revision gehen und das Solebad schließen. Für wie viele Tage, ist noch unklar, so Gründken. Bis das neue Drehkreuz kommt, werden Mitarbeiter des Solebads bei großem Besucherandrang wieder das nebenliegende Gruppentor öffnen.

100 Tage Solebad: Besucherzahlen stimmen, das Verhalten der Gäste nicht immer

Das Drehkreuz zwischen Bad- und Solebereich hat sich teilweise zum „Nadelöhr“ entwickelt. Deshalb gibt es an dieser Stelle bald ein Doppel-Drehkreuz. © Andrea Wellerdiek

Fehlverhalten mancher Kunden

Weiterer Handlungsbedarf besteht in der Gastronomie und im Kaminzimmer. Dort hätten sich einige Besucher mit nasser Schwimmkleidung auf die Polster gesetzt. „Wir dachten eigentlich, dass die Kunden wissen, dass man sich nicht mit nassen Klamotten auf die Polster setzt“, sagt Gründken.

Nun wurden deshalb Hinweisschilder aufgestellt, um die Besucher auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

100 Tage Solebad: Besucherzahlen stimmen, das Verhalten der Gäste nicht immer

Mit Hinweisschildern weisen die Verantwortlichen die Besucher darauf hin, sich nicht mit nasser Kleidung auf die Polster im Kaminzimmer zu setzen. © Andrea Wellerdiek

Keine zusätzlichen öffentlichen Badezeiten

An den öffentlichen Badezeiten, zu denen es laut Gründken nur vereinzelt Kritik gab, werde man nicht rütteln. Man habe auf Grundlage der Belegungszeiten von Vereinen und Schulen 2014 das Konzept fürs Solebad erstellt. Und dies sei mit allen Beteiligten und der Politik so abgestimmt worden, so der Geschäftsführer weiter.

„Es war klar, dass für bestimmte Wünsche kein Platz sein wird“, fügt Langstein an. Man habe im neuen Bad sogar mehr öffentliche Zeiten geschaffen, ergänzt Gründken, der einen insgesamt „gelungenen Start“ für die ersten 100 Tage im Solebad verzeichnet.

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Kurse und Veranstaltungen:
  • Die Kurse im neuen Solebad sind laut Carsten Langstein fast zu 100 Prozent ausgelastet. Weitere Kurse werden im zweiten Halbjahr angeboten. Für die Kurse können sich Interessenten vormerken lassen.
  • Für die Veranstaltung „Tatort Solebad“ am Freitag, 6. September, ab 19 Uhr, gibt es ab der kommenden Woche Karten – im Solebad, bei Bücher Beckmann, Magdalenenstraße 2, und in der Tourist-Information am Markt 19.
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