Seniorenzentrum in Holzen räumt Station wegen unangenehmem Geruch

Feuerwehreinsatz

Einen aufregenden Abend erlebten die Bewohner des Friedrich-Krahn-Seniorenzentrums am Sonntag. Auf einer Station bemerkte das Personal einen unangenehmen Geruch und evakuierte umgehend die betroffenen Zimmer.

Holzen

, 01.10.2018, 09:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seniorenzentrum in Holzen räumt Station wegen unangenehmem Geruch

Personal klagten des Friedrich-Krahn-Seniorenzentrums irritierte ein Geruch, die Feuerwehr wurde alarmiert. © BERND PAULITSCHKE

Das Heim in Schwerte-Holzen alarmierte deshalb um 19.55 Uhr die Feuerwehr. „Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte das Personal die Station bereits komplett geräumt“, lobt Wachleiter Wilhelm Müller das schnelle Handeln. 17 Personen waren insgesamt betroffen, darunter sieben Bewohner, die im Evakuierungsbereich, dem Café, betreut und vorsorglich ärztlich untersucht wurden, so Heimleiterin Kirsten Hermann-Baglivo. Mit einem ABC-Erkunder ging die Feuerwehr gemeinsam mit dem Pflegedienstleiter der Ursache auf den Grund.

Desinfektionsmittel als Ursache vermutet

Als Ursache wurde zunächst ein Dosierautomat vermutet, der Desinfektionskonzentrat mit Wasser vermischt. Nachdem die Station mit geöffneten Fenstern durchgelüftet worden war, konnten alle Bewohner wieder ihr Zimmer beziehen. „Keiner musste in ein Krankenhaus“, so Wilhelm Müller.

An dem Einsatz beteiligt waren vorsorglich auch Rettungswagen aus Hagen, Unna und Schwerte sowie der leitende Notarzt des Kreises Unna. Vor Ort waren außerdem Löschzüge der Hauptamtlichen Wache, Westhofen und Schwerte-Mitte. Einsatzleiter Stefan Dörnbrack konnte den Einsatz um 22.30 für beendet erklären.

Am Montag keine Krankmeldungen

Am Montagmittag erklärte Kirsten Hermann-Baglivo, dass sich kein Mitarbeiter krank gemeldet habe. Und auch den Bewohnern gehe es gut. „Der Einsatz war am Montag auch unter den Bewohnern kein großes Thema“, so Hermann-Baglivo. Die Ursache sei allerdings nach wie vor nicht gefunden, denn bei näherer Untersuchung habe sich gezeigt, dass das Mischgerät nicht defekt sei. Kirsten Hermann-Baglivos ausdrückliches Lob gilt ihren Mitarbeitern, die schnell und besonnen gehandelt hätten. „Die regelmäßigen Notfall-Trainings greifen.“

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