Probealarm: Sirenen heulen im Kreis Unna

dzLandesweiter Warntag

Es wird laut im Kreis Unna: Ein Jahr nach dem ersten landesweiten Warntag sollen am Donnerstag wieder die Sirenen heulen – für einen Probealarm. Doch nicht alle Kommunen machen mit.

Kreis Unna

, 02.09.2019, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob Großbrand, Bombenentschärfung oder Unwetter: Wenn Gefahr droht, müssen die Menschen so schnell wie möglich gewarnt werden. Immer mehr Kommunen setzen dabei wieder auf die altbewährten Sirenen – auch im Kreis Unna. Beim landesweiten Warntag unter dem Motto „zusammen:warnen“ am Donnerstag, 5. September, soll der Alarm geprobt werden.

Aus diesem Grund werden am Donnerstag ab 10 Uhr die rund 140 Sirenen im Kreis heulen. Zunächst soll ein einminütiger Dauerton ertönen, der „Entwarnung“ bedeutet. Kurz danach folgt ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Zum Schluss wird wieder ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung zu hören sein.

Nicht in allen Städten ertönen die Sirenen

Doch nicht in allen Städten ertönen die Sirenen: Denn nach dem Ende des Kalten Krieges sind sie in den 1990er-Jahren vielerorts abgebaut worden - so auch in Lünen. Man dachte, sie seien nicht mehr nötig. Hinzukamen die Kosten für die Instandhaltung, die für viele Kommunen zu hoch waren. In den vergangenen Jahren fand jedoch ein Umdenken statt. Denn Sirenen gelten als besonders zuverlässiges Warnmittel – vor allem nachts, wenn die meisten Menschen schlafen. Für den Wiederaufbau des Sirenennetzes hat das Innenministerium den Kommunen daher in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

  • Kommt es tatsächlich zu einer Gefahrenlage mit Sirenenalarm, sollte man folgende Hinweise beachten:
  • Auf jeden Fall gilt es, Ruhe zu bewahren.
  • Türen und Fenster sollten geschlossen werden.
  • Desweiteren sollte man Informationen zur aktuellen Lage einholen, entweder über das Radio oder das Internet.
  • Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen – aber nicht, um sich zu informieren.

In Lünen allerdings bleibt es am Donnerstag trotzdem still. Denn der Wiederaufbau hat die Stadt immer noch nicht erreicht. Zwar ist bereits im vergangenen Jahr eine Fachfirma damit beauftragt worden, etwa 20 Sirenen in Lünen zu installieren. Doch passiert ist bislang nichts. Vonseiten der Stadt heißt es, dass die Montage bis Ende dieses Jahres erfolgt sein soll.

Warntag wird 2020 bundesweit durchgeführt

Der Warntag wurde vom Innenministerium initiiert und findet zum zweiten Mal statt. Dabei werden in ganz Nordrhein-Westfalen sämtliche Warnmittel erprobt. Dazu gehört außer den Sirenen zum Beispiel auch die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes), über die am Donnerstag eine Probewarnmeldung versendet wird. Außerdem sind Lautsprecherdurchsagen geplant. Der Aktionstag soll die Bevölkerung daran erinnern, welche Bedeutung die verschiedenen Alarmsignale haben und wie wichtig es ist, dass man sich im Ernstfall richtig verhält, heißt es dazu auf der Internetseite des Innenministeriums (www.warnung.nrw). Aus diesem Grund soll der Warntag ab 2020 nicht nur in NRW, sondern bundesweit durchgeführt werden.