Polizei zieht Himmelfahrtsbilanz: Einsätze in Fröndenberg, Kamen und Bergkamen

dzVatertag

Ob am Datteln-Hamm-Kanal oder an der Ruhr – an Himmelfahrt war an typischen Ausflugszielen viel los. Die Polizei verzeichnete vereinzelte Einsätze wegen Verstößen gegen Corona-Regeln – in Fröndenberg, Kamen und Bergkamen.

Kreis Unna

, 22.05.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei warnte am Himmelfahrtsmorgen pauschal bei Twitter: „Der Streifzug durch die Gemeinde mit Bollerwagen, Pils und mehreren Kumpels ist wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verboten. Daher: Lassen Sie sich Bier und Bratwurst am heimischen Grill schmecken!“

Diejenigen, die sich in verdächtig großen Kleingruppen mit oder ohne Bollerwagen aufmachten, blieben aber meist unbehelligt. Die Polizei verzeichnete vergleichsweise wenige Einsätze wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Corona-Regeln. „Es war sehr ruhig“, sagte Hauptkommissar Bernd Pentrop von der Kreispolizeibehörde Unna.

Die Behörde zog am Freitagmorgen eine vorläufige Bilanz des „Vatertags“. Bei einem Einsatz in Fröndenberg und zwei Einsätzen in Bergkamen hätten die Beamten bis zum späten Nachmittag jeweils einen Platzverweis gegen Personen erteilt, die gegen das Kontaktverbot verstießen. In Kamen sei ein Polizeieinsatz am Abend mit mindestens vier Platzverweisen und sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu Ende gegangen.

Die Feiertagsausflügler sorgten für „reichlich Verkehr“ und verhielten sich „überwiegend diszipliniert“, sagte Stadtsprecher Rüdiger Büscher in Kamen. Der Ordnungsdienst habe Menschen ermahnt, die sich in größeren Gruppen auf einem Sportplatz trafen. Es habe „eine Handvoll Platzverweise“ gegeben.

In Unna gibt es vom Ordnungsamt ein gutes Zeugnis für all jene, die es bei sommerlichen Temperaturen in Naherholungsgebiete wie den Bornekamp gezogen hat. „Es war sehr ruhig“, erklärt Stadtsprecher Oliver Böer. „Wir hatten keinen einzelnen Vorfall, der ein Eingreifen erforderlich gemacht hätte. Natürlich waren Menschen unterwegs, aber das, was wir beobachten konnten, verlief sehr diszipliniert.“

Ob im Fröndenberg auf dem Ruhrtalradweg, in Holzwickede auf dem Emscherradweg oder in Bergkamen am Kanal – das schöne Wetter lockte die Menschen in großen Scharen auf die typischen Freizeitrouten. Auch Bollerwagen wurden gesichtet. Solche Touren sind, anders als von der Polizei getwittert, nicht generell mit „mehreren Kumpels“ verboten. Das Kontaktverbot schließt aber Treffen von Angehörigen von mehr als zwei Hausgemeinschaften in der Öffentlichkeit aus. „Uns ist die Problematik, was man darf und was nicht, bewusst“, sagte Polizeisprecher Pentrop.

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