Pfarrer Andreas Müller ist neuer Assessor im Evangelischen Kirchenkreis Unna

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Das Kirchenparlament hat entschieden: Andreas Müller wurde am Montagabend zum neuen „zweiten Mann“ im Evangelischen Kirchenkreis Unna gewählt. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus.

Kreis Unna

, 26.11.2018, 19:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 40:37 Stimmen setzte sich Müller bei der Kreissynode in Kamen gegen seinen Mitbewerber, Pfarrer Frank Hielscher, durch. Hielscher geht freilich nicht leer aus, sondern wurde zum stellvertretenden Assessor gewählt – die Position, die Müller bisher bekleidet hatte.

Zweiter Mann hinter dem Superintendenten

Der Synodalassessor ist im Evangelischen Kirchenkreis der Stellvertreter des Superintendenten und als solcher Mitglied des Kirchenvorstandes, also maßgeblich an den Entscheidungen des Leitungsgremiums beteiligt. Die Aufgabe ist durchaus zeitaufwendig, wird aber als Ehrenamt ausgeübt. Zwölf Jahre lang hatte Hans-Martin Böcker das Amt inne, ehe er 2015 als Nachfolger von Annette Muhr-Nelson zum Superintendenten gewählt wurde.

Pfarrer Andreas Müller ist neuer Assessor im Evangelischen Kirchenkreis Unna

Der neue Kreissynodalvorstand auf einen Blick. © Marcel Drawe

Müller bis 2020 gewählt

Seitdem ist es mit der Kontinuität auf dem Stellvertreter-Posten im Kirchenkreis vorbei. Ursprünglich sollte Anja Josefowitz zu Böckers Nachfolgerin gewählt werden, machte aber einen Rückzieher. Der Posten blieb ein knappes Jahr lang unbesetzt, ehe Christian Bald sich 2016 mit einer Stimme Mehrheit gegen den Bergkamener Pfarrer Christoph Maties durchsetzte. Inzwischen ist der langjährige Holzwickeder Pfarrer Christian Bald zum Superintendenten in Bielefeld „aufgestiegen“, sodass erneut eine Neubesetzung erforderlich wurde. Andreas Müller, der als Schulreferent und demnächst auch als Pfarrer in Holzwickede im Kirchenkreis tätig ist, wurde nun bis 2020 gewählt.

Pfarrer Andreas Müller ist neuer Assessor im Evangelischen Kirchenkreis Unna

Die Kreissynode in Kamen wählte am Montag einen neuen Stellvertreter für Superintendent Hans-Martin Böcker. © Marcel Drawe

Neben dieser Personalie befasste sich das Kirchenparlament am Montag in Kamen auch mit dem Haushalt des Evangelischen Kirchenkreises für 2019. Die Finanzplanung weist mit einem Gesamtvolumen von 10,7 Millionen Euro ein stabiles Kirchensteueraufkommen aus.

Weiter erhöhter Zuschuss für Kindergärten

Sorgen bereitet weiterhin die Finanzierung der Kitas. Weil das Geld vom Land nicht auskömmlich ist, hatte sich der Kirchenkreis im Frühjahr 2017 gezwungen gesehen, ein Rettungspaket aufzulegen, um die Existenz der insgesamt 26 Kindergärten in evangelischer Trägerschaft nicht zu gefährden. Kurz darauf kam es zum Regierungswechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb - doch auf ein neues Kita-Gesetz mit der versprochenen Beendigung der Unterfinanzierung warten die Träger weiterhin. Deshalb schießt der Kirchenkreis auch 2019 eine halbe Million Euro mehr zu, als er über den gesetzlichen Anteil müsste.

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