Spiel, Spaß und Bewegung: Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Unna zum Orientierungslauf. Am Samstag ging es zum Vorjahressieger nach Bergkamen.

Kreis Unna

, 05.05.2019, 13:10 Uhr / Lesedauer: 3 min

Gut gelaunt stellten sich die rund 200 Kinder und Jugendlichen sowie die jeweiligen Betreuer den Anforderungen, die der knapp zehn Kilometer lange Rundkurs bereithielt. Dabei ging es nicht durch drei Ortsteile, sondern auch die Halde Großes Holz hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Unterwegs musste an zehn Stationen gestoppt werden. Dort warteten Geschicklichkeitsspiele, Wissensfragen sowie Aufgaben mit Feuerwehrbezug auf die Jugendfeuerwehrleute. Bei allen Unterschieden war eine Sache jedoch überall gefragt: Teamgeist.

Vorbereitung auf künftige Anforderungen

„Eine Feuerwehr ist immer nur in der Gruppe stark“, erläuterte der stellvertretende Kreisjugendwart Theo Ulferts den Hintergrund. „Solche Wettkämpfe dienen dazu, den Nachwuchs auf die künftige Gruppenzusammenarbeit vorzubereiten.“ Und so war es zwar ein kleiner Wettstreit unter den einzelnen Teams, wer am Ende die meisten Punkte und daher einen Pokal mit nach Hause nehmen würde, aber es war kein Konkurrenzkampf. Die Gemeinschaft wurde nicht erst beim gemeinsamen Abschlussgrillen gefeiert.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Orientierungslauf der Jugendfeuerwehren im Kreis

Die Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet kamen am Samstag, 4. Mai, in Bergkamen zusammen, um bei einem Orientierungslauf ihre Kräfte zu messen.
05.05.2019
/
Nass wurden die Jugendlichen an dieser Station: Der mit Wasser gefüllte Pylon musste über eine Strecke transportiert und entleert werden.
© Stephanie Tatenhorst
Die Jugendfeuerwehr Holzwickede.

© Stephanie Tatenhorst
Die Jugendfeuerwehr Kamen-Heeren.
© Stephanie Tatenhorst
Das Team der Jugendfeuerwehr Kamen-Methler.
© Stephanie Tatenhorst
Auch die Jugendfeuerwehr Kamen-Mitte stellte ein Team.© Stephanie Tatenhorst
Die Jugendfeuerwehr Werne war beim Orientierungslauf ebenfalls mit am Start.© Stephanie Tatenhorst
Team 1 der Jugendfeuerwehr Bönen.
© Stephanie Tatenhorst
Team 2 der Jugendfeuerwehr Bönen.
© Stephanie Tatenhorst
Die Jugendfeuerwehr Bork war beim Orientierungslauf der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Unna ebenfalls mit am Start.
© Stephanie Tatenhorst
Auch die Jugendfeuerwehr Selm stellte ein Team für den Orientierungslauf.
© Stephanie Tatenhorst
Die Jugendfeuerwehr Lünen ging mit zwei Teams an den Start. © Stephanie Tatenhorst
Das Team 2 der Jugendfeuerwehr Lünen wurde am Ende Sieger. Der Orientierungslauf 2020 wird daher in Lünen ausgetragen.
© Stephanie Tatenhorst
Aus Fröndenberg kamen insgesamt drei Teams zum Orientierungslauf nach Bergkamen.
© Stephanie Tatenhorst
Aus Fröndenberg kamen insgesamt drei Teams zum Orientierungslauf nach Bergkamen.

© Stephanie Tatenhorst
Aus Fröndenberg kamen insgesamt drei Teams zum Orientierungslauf nach Bergkamen. © Stephanie Tatenhorst
Das Team der Jugendfeuerwehr Unna-Ost.
© Stephanie Tatenhorst
Die weiteste Anreise hatte die Jugendfeuerwehr Gelsenkirchen, die aufgrund einer wachsenden Freundschaft zur Jugendfeuerwehr Bergkamen am Orientierungslauf teilnahm.© Stephanie Tatenhorst
Ein Heimspiel hatte das Team der Jugendfeuerwehr Bergkamen. Als Ausrichter schickte man allerdings nur eine Mannschaft ins Rennen. Die anderen Jugendlichen mussten bei der Organisation mit anpacken.© Stephanie Tatenhorst
Beim Orientierungslauf der Jugendfeuerwehren im Kreis Unna gingen 17 Teams an den Start. An einer Station musste mit Getränkekisten ein Steg gebaut werden - gegen die Zeit.
© Stephanie Tatenhorst
Nass wurden die Jugendlichen an dieser Station: Der mit Wasser gefüllte Pylon musste über eine Strecke transportiert und entleert werden.
© Stephanie Tatenhorst
Nass wurden die Jugendlichen an dieser Station: Der mit Wasser gefüllte Pylon musste über eine Strecke transportiert und entleert werden.
© Stephanie Tatenhorst
Blinde Kuh auf Feuerwehr-Art: Mit verbundenen Augen mussten die Zweierteams Tischtennisbälle auf einem Areal finden - nach Anweisungen ihrer Kameraden, die außerhalb des Spielfelds zuschauen durften.
© Stephanie Tatenhorst
Nicht nur die Jugendlichen, auch die Betreuer wie hier vom Team Unna-Ost hatten Spaß am Orientierungslauf.

© Stephanie Tatenhorst
Beim schwierigsten Spiel des Orientierungslaufs galt es, prominente Paare zu bilden. Zum Beispiel Kaiser Franz-Josef und Sissi, Helmut und Loki Schmidt sowie Hannelore und Helmut Kohl. Esmeralda und Quasimodo waren da schneller zugeordnet.
© Stephanie Tatenhorst
Von der höchsten Station auf der Halde genoss bei bester Aussicht nicht nur das Team Lünen den Blick auf die Heimatstadt. © Stephanie Tatenhorst
Beim Tasting war der Geschmackssinn gefragt: Kombinationen wie Zwiebel, Salami und Nougatcreme mussten ebenso erkannt werden wie Olive, Marmelade und Möhre. © Stephanie Tatenhorst
Beim Gegenstände-Memorie mussten die Jugendlichen nach einer kurzen Betrachtungszeit so viele gesehene Objekte wie möglich benennen.
© Stephanie Tatenhorst
Welcher Schlüssel passt in welches Schloss? Wenn jeder nur drei Schlösser berühren darf, ist Zusammenarbeit gefragt.
© Stephanie Tatenhorst
Beim Orientierungslauf der Jugendfeuerwehren im Kreis Unna mussten die 17 Teams eine Wegstrecke von rund 10 Kilometern absolvieren.© Stephanie Tatenhorst
Beim Orientierungslauf mussten die Jugendfeuerwehren auch auf die Spitze der Halde laufen.© Stephanie Tatenhorst
Zielwürfe mit B- oder C-Schläuchen aus unterschiedlichen Entfernungen: Hier holten die Teams die wenigsten Punkte.
© Stephanie Tatenhorst
Nach einem langen Blick auf ein Foto galt es, die Figur aus den wasserführenden Armaturen nachzubauen.
© Stephanie Tatenhorst
Wer hat die Nase vorn? Kreisjugendwart Niels Rudolf (links) war am Ende genauso gespannt wie die Teams.© Stephanie Tatenhorst
Einen Kreis aus Saugrohren zu bilden sieht leichter aus, als es ist.
© Stephanie Tatenhorst
Am Ende warteten Pokale auf Gewinner und Platzierte.
© Stephanie Tatenhorst
Das Team Lünen 2 hatte am Ende die Nase vorn und siegte beim Orientierungslauf 2019 der Jugendfeuerwehren im Kreis Unna. Damit sind sie der Ausrichter im kommenden Jahr.© Stephanie Tatenhorst

Aus allen Kommunen des Kreises Unna waren Teams an den Start gegangen, aus Fröndenberg, Bönen und Lünen sogar mehrere. Auch Kamen schickte die Jugendfeuerwehrgruppen aus Methler, Heeren und Bönen und Selm die Jugendfeuerwehren Selm und Bork ins Rennen, während Holzwickede, Unna-Ost, Gastgeber Bergkamen und Werne mit jeweils einer Gruppe am Start war. Zu Gast war darüber hinaus die Jugendgruppe 14 der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen. Die Gäste kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Das ist Wahnsinn, wie groß das hier angelegt ist“, zollte Betreuer Rene Reppmann der jährlich durchgeführten Aktion Respekt. „Uns hat es viel Spaß gemacht.“ Erfolgreich schlugen sich die Gäste nämlich auch noch. Am Ende lagen sie auf Platz 3.

Ausgerichtet wird der Orientierungslauf jeweils vom Vorjahresgewinner, und so bleibt die Veranstaltung im nächsten Jahr auch wieder im Kreis. Bei den hiesigen Mannschaften traf sportlicher Ehrgeiz daher auf die Hoffnung, dass andere doch noch besser sein würden. Denn Ausrichter des Orientierungslaufs zu sein bedeutet für den Gastgeber eine Menge Arbeit in Sachen Vorbereitung, Logistik und Durchführung der Veranstaltung. Doch einer war am Ende der Gewinner – und mit knappen Vorsprung auf Gastgeber Bergkamen holte die Jugendfeuerwehr Lünen denn Wettkampf für 2020 an die Lippe. Die Gruppe Lünen 2 hatte alle anderen bei den Spielen abgehängt.

An den Spielstationen ging es um Punkte

Die Zeit für den Rundkurs war nicht bewertet worden, lediglich an den Spielstationen war es um Punkte und Schnelligkeit gegangen. Die gab es für Können, Wissen und Umsetzung der gestellten Aufgaben, aber auch für Zusammenarbeit, Kommunikation und allgemeines Miteinander. Am Fuß der Halde ging es beispielsweise darum, mit verbundenen Augen Tischtennisbälle auf einem abgesteckten Areal zu finden, ohne dabei den ebenfalls „blinden“ Partner zu verlieren. Bei der Suche gelenkt wurde das Paar dabei von Mannschaftskameraden, die vom Rand Hinweise gaben. Hörten die Preisrichter hier Schimpfworte, gab es sogar Punktabzug.

Bei schönstem Ausblick von der Halde mussten die Jugendlichen Bilder prominenter, aber teils längst verstorbener Paare zusammenfügen. Die wohl schwierigste Prüfung des Tages. Hannelore Kohl, Loki Schmidt oder Lady Diana zu erkennen fiel den Teenagern nicht leicht.

„Die Höchstpunktzahl hat keiner bekommen“, erklärte denn auch Preisrichterin Vivien Meyer.

Nur wenige Punkte holten die Teams auch bei der nächsten Aufgabe am Fuß der Halde: Hier musste beim Auswerfen von Feuerwehrschläuchen auf Verkehrshütchen gezielt werden. Je nach Entfernung gab es für Treffer unterschiedliche Punkte. Doch echte Treffer gab es kaum. Meist drehten die Schlauchrollen kurz vor dem Ziel ab und berührten das Hütchen nicht.

Einfallsreichtum war auch gefragt

Ob das Erkennen von Lebensmitteln am Geschmack, das Zusammenbauen von Feuerwehrapparaturen, das Erinnern von Gegenständen in einem schnell wieder verhüllten Regal oder die Suche nach den passenden Schlüsseln für 18 Vorhänge- und Fahrradschlösser: Die gestellten Aufgaben waren ganz unterschiedlicher Art. Auf Teamwork kam es am Heidegraben an: Hier galt es zunächst, ein Verkehrshütchen als Transportgerät für Wasser zu nutzen. Das Loch in der Spitze musste dazu mit einem Tennisball verschlossen werden – und befüllt und getragen werden musste das „Gefäß“, während es zwischen den Rücken von zwei Jugendfeuerwehrleuten klemmte. Da war Einfallsreichtum gefragt, und trocken blieb auch keiner. Eine Station weiter war beim Überwinden eines imaginären Bachs mit Hilfe eines mitwandernden Stegs aus Getränkekisten ebenfall besonderer Teamgeist gefragt, denn damit auch die Kleinsten der Gruppe von Kiste zu Kiste gelangen konnten, durfte der Abstand nie zu groß sein.

Glücklich kamen am Ende alle ins Ziel. Und wer sich zwischenzeitlich verlaufen hatte, war schnell wieder eingefangen worden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Feuerwehr Oberaden

Die Feuerwehr soll ihr neues Gerätehaus planen, muss aber noch lange darauf warten