Neuer Kreisdirektor soll spätestens zum August antreten

dzMike-Sebastian Janke

Am Tag nach der Vorentscheidung für Mike-Sebastian Janke bereitet Landrat Michael Makiolla bereits den Wechsel des designierten Kreisdirektors von der Stadtverwaltung Iserlohn zur Kreisverwaltung vor. Ziel ist es, ihn rechtzeitig vor Beginn der Haushaltsgespräche einzuarbeiten. Garantiert ist das aber nicht.

Kreis Unna

, 18.04.2018, 11:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landrat Michael Makiolla (SPD) hat am Tag nach der Vorentscheidung bereits erste Gespräche geführt, um den Wechsel von Mike-Sebastian Janke (SPD) von der Stadt Iserlohn zur Kreisverwaltung vorzubereiten. Am Mittwochmorgen telefonierte er zunächst mit dem designierten Kreisdirektor selbst, für den Nachmittag war ein Gespräch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (SPD) geplant.

Im Gespräch mit unserer Zeitung war Makiolla zurückhaltend, was einen konkreten Einstellungstermin anbelangt; zumal Mike-Sebastian Janke durch den Kreistag erst noch formal gewählt werden muss. Ferner habe der designierte Kreisdirektor am Mittwochmorgen betont, in Iserlohn noch einige Projekte zu Ende bringen zu wolle. Ziel sei, ihn möglichst rechtzeitig vor Beginn der Haushaltsplanaufstellung einzuarbeiten, damit er als neuer Kämmerer genügend Vorbereitungszeit habe.

Diese Gespräche beginnen im Kreis Unna in der Regel nach den Sommerferien; also im September. Demnach müsste Janke sein neues Büro an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna spätestens zum 1. August, besser noch früher beziehen. Denn trotz der guten Zuarbeit durch den Steuerungsdienst unter der Leitung von Heinz Appel – „solche Gespräche zu leiten braucht Vorbereitungszeit, um sich in die Details einarbeiten zu können“, betont Makiolla. Er ist aber davon überzeugt, dass Janke das nicht schwerfallen werde. Zumal er das System mit der Konstellation aus Kreis und Kommunen kenne.

Makiolla selbst ist mit der Vorentscheidung pro Janke übrigens hoch zufrieden, will den Mitgliedern des Kreistages empfehlen, ihn zum neuen Kreisdirektor zu wählen; das hatten mit Ausnahme der GfL/UWG nach den Bewerbungsgesprächen am Dienstagabend aber ohnehin schon alle Fraktionen und Gruppen angekündigt. Wie auch schon die Fraktionsvorsitzenden tags zuvor verwies Makiolla auf die kommunalpolitische Vorerfahrung des 34-Jährigen, der 2002 in die SPD eingetreten ist und schon 2009 als damals 26-Jähriger zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Iserlohner Stadtrat gewählt wurde. Derzeit ist er als Beigeordneter Mitglied des Verwaltungsvorstandes der Stadt Iserlohn. „Er hat selbst mal auf der anderen Seite gesessen und weiß, wie Verwaltung und Politik ticken“, so Makiolla.

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Am Dienstagabend hatten Vertreter der Fraktionen und Gruppen im Kreistag das bereits als großen Vorteil Jankes gegenüber dem einzig verbliebenen Mitbewerber ausgemacht. Da dieser nun keine Aussicht auf Erfolg hat, ist davon auszugehen, dass er sich der Wahl im Kreistag gar nicht erst stellt – und Mike-Sebastian Janke somit letztlich der einzige Kandidat ist. Die Wahl findet am Dienstag, 8. Mai, statt.

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