Neue Verkehrsregelanlage soll den Unfallschwerpunkt auf der A1 entschärfen

Baustelle auf A1

Eine neue Verkehrsregelanlage soll den Unfallschwerpunkt auf der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und Hamm/Bergkamen entschärfen. Und auch auf der A44 tut sich etwas.

Kreis Unna

, 16.11.2018, 10:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Verkehrsregelanlage soll den Unfallschwerpunkt auf der A1 entschärfen

Das Verkehrssteuerungssystem in NRW wird dWiSta abgekürzt. Das steht für „dynamischer Wegweiser mit integrierten Stauinformationen“. © picture-alliance/ dpa/dpaweb

In der kommenden Woche wird ab Mittwochnacht, 21. November, auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Hamm/Bergkamen und dem Autobahnkreuz Kamen in beiden Fahrtrichtungen eine Dauerbaustelle eingerichtet. Im gesamten Baustellenbereich stehen pro Fahrtrichtung dann nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Aufgrund der Verschwenkungen der Fahrstreifen werde eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingerichtet, teilt die Straßen NRW-Verkehrszentrale mit. Als Grund nennt sie Tiefbauarbeiten und Fundamentlegung für eine Verkehrszeichenbrücke inklusive der Beschilderung für eine sogenannte dynamische Wechselwegweisung (dWiSta). Gleichzeitig werde in diesem Zusammenhang die passive Schutzeinrichtung – im alltäglichen Sprachgebrauch auch Leitplanke genannt – erneuert. Für den gesamten Zeitraum der Baustelle ist der Parkplatz „Haus Reck“ bei Bergkamen in Fahrtrichtung Köln gesperrt.

Diese Arbeiten sollen – unter der Voraussetzung guter Witterung – bis Anfang Dezember dauern. Im neuen Jahr werden sie dann in Fahrtrichtung Köln im Bereich des Randstreifens weitergeführt.

Verkehrszeichenbrücke auch für die A44

Bereits einen Tag vorher, am 20. November, wird auch auf der A44 zwischen der Anschlussstelle Unna-Ost und Dortmund/Unna in beiden Richtungen eine Baustelle eingerichtet. Auch in diesem Bereich wird eine Verkehrszeichenbrücke inklusive der Beschilderung für die dynamische Wechselwegweisung (dWiSta) gebaut. Auch hier gilt das Ziel, dass die Arbeiten bis Anfang Dezember abgeschlossen sind.

Anlagen messen den Verkehrsfluss

Verkehrsregelanlagen wie die hier geplanten sind bereits auf insgesamt 540 Autobahnkilometern installiert worden. Die Verkehrszentrale hat damit die Möglichkeit der Streckenbeeinflussung. Die Anlagen sammeln vor Ort Daten über den aktuellen Verkehrsfluss sowie die jeweiligen Umweltbedingungen. Je nachdem kann die Zentrale dann etwa bei Unfällen oder Glätte Warnsymbole oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigen lassen.

Unfallquote sinkt um 30 Prozent

Die Anlagen dienen in erster Linie der Unfall- und Stauvermeidung auf stark belasteten Autobahnen. Um bis zu 30 Prozent wird die Unfallquote durch den Einsatz der Streckenbeeinflussungsanlagen gesenkt.

Über die dynamische Wechselwegweisung (dWiSta)

  • Seit 2006 kommt auf den Autobahnen Nordrhein-Westfalens die sogenannte „dynamische Wechselwegweisung mit integrierter Stauinformation“ (kurz: dWiSta) zum Einsatz. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich Folgendes:
  • Anders als mit herkömmlichen Blechschildern erhalten die Verkehrsteilnehmer mit dWiSta vor Autobahnkreuzen veränderbare Informationen wie beispielsweise Umleitungsempfehlungen sowie die Ursache und das Ausmaß von Störungen, damit Autofahrer entsprechend reagieren können. Die elektronischen dWiSta-Informationstafeln stehen in der Regel rund 1,5 Kilometer vor Knotenpunkten im Autobahnnetz.
  • Ziel der Verkehrszentrale ist es, in den kommenden Jahren ein vollständig automatisiertes System von Schaltempfehlungen für sämtliche Informationstafeln zu etablieren.
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