Neue Ausbildungsverträge bei der IHK: Kreis Unna legt um 3,6 Prozent zu

dzAusbildungsmarkt

Die große Ausbildungsbilanz gibt es zwar erst nächste Woche, doch die IHK verkündet schon jetzt erfreuliche Zahlen. Sie verzeichnet ein ordentliches Plus vor allem in einer Sparte.

Kreis Unna

, 14.11.2018, 10:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Kreis Unna ist, vorsichtig formuliert, nicht gerade mit einem Überangebot von Ausbildungsplätzen gesegnet. Auf einen Bewerber kam in den vergangenen Jahren durchschnittlich nicht einmal eine Stelle. Umso erfreulicher mutet es an, wenn die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund nun ihre Bilanz der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse zum Stichtag 31. Oktober präsentiert.

Minus in Hamm, Plus in Dortmund und im Kreis Unna

Wieder sind es mehr als 5000 im gesamten Bezirk (Dortmund, Hamm, Kreis Unna). Und während in Hamm weniger ausgebildet wird (minus 2,7 Prozent), legen Dortmund (plus 4,3 Prozent) und der Kreis Unna (plus 3,6 Prozent) ordentlich zu. Auf den Kreis bezogen, stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in Industrie und Handel von 1490 auf 1543.

Zuwächse in Werne, Unna, Schwerte und Bönen

„Gerade vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels brauchen wir diese hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen.“
Heinz-Herbert Dustmann, IHK-Präsident

Bei genauerem Hinschauen sind freilich Unwuchten zwischen den Städten und Gemeinden zu erkennen. Während es in Werne, Unna, Schwerte und Bönen in dieser Reihenfolge die deutlichsten Zuwächse gibt, gingen in Selm, Kamen und Fröndenberg sogar Ausbildungsplätze verloren. In Bergkamen, Holzwickede und Lünen blieb das Niveau etwa gleich.

Gewerbliche Berufe stärker gefragt

Deutlicher Sieger sind laut Auswertung der IHK die gewerblichen Berufe: Bei ihnen stieg die Zahl der Verträge um 11,4 Prozent auf 1.384, während die kaufmännischen Berufe „nur“ um 0,4 Prozent auf 3.700 zulegten. IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann wertet die Zahlen als Beleg dafür, dass die Popularität der dualen Berufsausbildung wieder anzieht. „Gerade vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels brauchen wir diese hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen“, wird Dustmann in einer IHK-Mitteilung zitiert.

  • Die offizielle Arbeitsmarktbilanz für den Kreis Unna wird am kommenden Montag, 19. November, in Unna vorgestellt.
  • An dem Termin in Unna werden neben der IHK auch Vertreter des Handwerks (Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft) sowie der Arbeitsagentur, des Jobcenters und der Wirtschaftsförderung teilnehmen.
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