Mit Maske und Handschuhen: Im Kampf gegen das Coronavirus zeigen die Kamener Humor

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Gelassen haben die Kamener bei ihren Einkäufen in der Fußgängerzone auf die neuen Regeln reagiert. Fast alle trugen einen Mundschutz – und das eindeutig nicht aus modischen Gründen.

Kamen

, 27.04.2020, 13:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mund-Nasen-Masken gibt es inzwischen in fast allen Farben, mit Firmenlogos und natürlich auch im Design vieler Fußballvereine. Doch zur Modenschau wurde der Einkauf in Kamens Fußgängerzone am Montag nicht.

Am ersten Tag der Maskenpflicht trugen die meisten Passanten grüne oder weiße Einwegmodelle, manche sogar die begehrten medizinischen FFP2-Masken. Die Botschaft ist zumindest in Kamen angekommen: Es geht darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – Schönheitspreise gibt es nicht.

Kamens Innenstadt war am Montagvormittag belebt, aber nicht überfüllt. Dennoch bildeten sich hier und da Warteschlangen. Neben Alltagsmasken war also auch weiter Geduld gefordert.

Keine Maske für den Hund

Doch selbst beim Warten bewiesen die Kamener Humor. Vor dem Vodafone-Laden an der Weststraße fragte ein wartender Herr einen auf einer Bank sitzenden Hundebesitzer, ob der Vierbeiner nicht auch eine Maske brauche. „Nein, aber der versteht die Welt nicht mehr“, war die Antwort. Und es folgte ein Lachen – ganz ungefährlich schon wegen des Mundschutzes.

Nicht weit davon entfernt hatte Woolworth die Gelegenheit genutzt, das Geschäft auf einer verkleinerten Fläche wieder zu öffnen. Seit diesem Montag dürfen auch große Läden wieder Kunden empfangen, wenn sie sich auf unter 800 Quadratmeter begrenzen.

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Vor der Mayerschen Buchhandlung schaute eine Frau sich die Auslagen an – ohne Maske. Das entspricht aber durchaus den Regeln. Rein formal fängt der Einkauf erst im Laden an. „Bitte nur mit Korb und Maske eintreten“, ist am Eingang zu lesen.

Der erste Tag mit Maskenpflicht zeigte aber auch, dass sich viele Menschen erst noch an das Stofftuch vor ihrem Gesicht gewöhnen müssen. Denn allzu oft wurde die Mund-Nasen-Bedeckung gleich vor dem Geschäft wieder herunter gezogen und unter dem Kinn festgeklemmt.

Das wahrlich ist nicht ganz gefahrlos. Über Tröpfchen, die dort gelandet sind, könnte sich der Träger dennoch mit dem Coronavirus infizieren. Richtig wäre also, die Maske vor Mund und Nase zu lassen oder sie zumindest mit den Fingern an beiden Bändern abzunehmen.

Einige Kamener trugen zum Einkauf in der Fußgängerzone nicht nur eine Alltagsmaske, sondern auch Einweghandschuhe.

Einige Kamener trugen zum Einkauf in der Fußgängerzone nicht nur eine Alltagsmaske, sondern auch Einweghandschuhe. © Dirk Becker

Andere Passanten schützten sich dafür umso mehr. Sie nutzten nicht nur eine Alltagsmaske, sondern trugen beim Shoppen auch noch Einweghandschuhe.

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