Lünen gibt Siedlung „Im Ort“ wieder frei

Gasstrom versiegt

Bei Bohrungen für eine Erdwärme-Anlage hatten Arbeiter in Lünen eine Gasblase getroffen - und niemand vermochte zu sagen, wie groß sie ist. Nun gibt die Stadt Lünen Entwarnung.

Lünen

27.10.2018, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lünen gibt Siedlung „Im Ort“ wieder frei

Der Gasaustritt war gut sichtbar, weil der Druck des Methangases auch einlaufendes Grundwasser aus dem Bohrloch schoss. © Goldstein

Aus dem Geothermie-Bohrloch an der Straße „Im Ort“ strömt kein Gas mehr. Schon am Freitagabend hatte der Gasfluss innerhalb kurzer Zeit stark nachgelassen. In der Folge konnten bereits die letzten drei von der Evakuierung betroffenen Personen die Nacht in ihren Häusern verbringen. Am Samstagvormittag machten sich Fachleute ein Bild von der Lage. Sie stellten fest, dass der Gasfluss vollkommen versiegt war und umfangreiche Messungen ergaben zudem, dass die Luft keine Spuren von Methangas enthielt. Die Straße Im Ort wurde am Samstagmittag wieder für den Verkehr freigegeben.

Das Bohrloch wird nun mit verschiedenen technischen Verfahren erkundet und vermessen. Am Montagmorgen beraten Vertreter der Bohrfirma, des Bergamts und der Stadt Lünen, wie auf der Baustelle weiter verfahren werden soll.

Weil aus einem Bohrloch auf einem Grundstück an der Straße Im Ort im Lüner Norden Methangas ausgetreten war, waren am späten Mittwochnachmittag (24. Oktober) Häuser in einem Umkreis von 50 Metern um die Bohrstelle herum evakuiert worden. Die zehn Betroffenen kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Bei Bohrarbeiten nach Erdwärme war die ausführende Bohrfirma auf ein Gasvorkommen in etwa 120 Meter Tiefe gestoßen. Das Gas wurde über einen Kamin, der über dem Bohrloch installiert wurde, abgeleitet. Bei der Koordinierung der Situation arbeiteten das Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg, Mitarbeiter der Bohrfirma, Sachverständige der Deutschen Montan Technologie (DMT), die Feuerwehr Lünen und die Stadt Lünen eng zusammen.

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