Erster Tag mit Alltagsmaske in Unnaer Geschäften: „Die Leute halten sich absolut daran“

dzCoronavirus

Seit Montag gilt die bundesweite Maskenpflicht beim Einkaufen. Auch in Unna halten sich die Bürger daran. Für Mitarbeiter im Einzelhandel ist es jedoch anstrengend.

Unna

, 27.04.2020, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was in den vergangenen Wochen noch die Ausnahme war, ist jetzt die Regel: Seit diesem Montag ist die Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel verpflichtend. Wer beim Shoppen oder Lebensmitteleinkauf keine Maske trägt oder Mund und Nase nicht zumindest mit einem Tuch bedeckt, darf den Laden nicht betreten. In Unna halten sich die Kunden deshalb nahezu ausnahmslos an die Maskenpflicht.

Im Rewe Rauch in der Unnaer Innenstadt war am Montagmorgen nicht viel los, berichtet der stellvertretende Filialleiter Björn Brinkmann. Dennoch seien alle Kunden, die den Laden betreten haben, mit einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgestattet gewesen. „Die Leute halten sich absolut daran“, sagt er. „Diejenigen, die noch keine Maske haben, ziehen sich tatsächlich einen Schal oder ein Tuch über den Mund.“

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Michelle und Peter Domski aus Unna sind hingegen schon länger vorbereitet. „Wir tragen die Masken bereits seit Wochen“, sagt Michelle Domski. „Das ist ja kein großer Aufwand.“ Für die Mitarbeiter im Einzelhandel tue es ihr allerdings leid: „Die müssen die Masken ja den ganzen Tag tragen. Das ist bestimmt anstrengend.“

Maskenpflicht für Mitarbeiter im Einzelhandel anstrengend

Das kann Rewe-Mitarbeiterin Mandy Behrends bestätigen: „Es ist schon stickig unter der Maske, wenn man sie lange trägt.“ Auch an der Kasse führe das gelegentlich zu Schwierigkeiten. „Die Kunden verstehen einen nicht besonders gut, gerade im Kombination mit dem aufgebauten Gummischutz.“ Brillenträger hätten unter der Maskenpflicht besonders zu leiden, erzählt Filialleiter Brinkmann. „Durch die feuchte Atemluft beschlägt die Brille andauernd.“

Auch für Mitarbeiter Bilal Benayad im Rewe Rauch in der Unnaer City gilt die Maskenpflicht während der Arbeitszeit.

Auch für Mitarbeiter Bilal Benayad im Rewe Rauch in der Unnaer City gilt die Maskenpflicht während der Arbeitszeit. © Nogaj

Deshalb ermögliche er es den Beschäftigten zwischendurch, die Maske abzunehmen. Das empfiehlt auch Irene Gugenheimer, Leitung der Deichmann-Filiale in der Innenstadt, ihren Mitarbeitern, sofern keine Kunden in der Nähe sind. „Zuletzt haben einige unserer Angestellte nach Feierabend sonst über Kopfschmerzen geklagt“, sagt sie. Trotzdem halte Gugenheimer den gegenseitigen Infektionsschutz für wichtig.

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Drogeriemarkt „dm“ stellt Masken für einen Euro bereit

Damit dieser auch in seiner Filiale am Ostring gewährleistet ist, hat der Drogeriemarkt „dm“ am Montag Einwegschutzmasken für seine Kunden bereitgestellt. Diese konnten beim Betreten der Filiale für einen Euro erworben werden. Unbedingt nötig war das jedoch nicht: Auch hier waren nahezu alle Kunden bereits mit eigenen Masken ausgestattet.

Vereinzelt waren dennoch kritische Stimmen zu vernehmen, so etwa von Ulrike Vogel aus Unna: „Sechs Wochen lang haben wir beim Einkaufen keine Masken getragen. Warum wir das jetzt auf einmal machen sollen, verstehe ich nicht.“

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Ulrike Vogel aus Unna trägt auch eine Maske zum Einkaufen. Warum sie das nach sechs Wochen ohne Maske allerdings machen muss, verstehe sie nicht, sagt sie.

Ulrike Vogel aus Unna trägt auch eine Maske zum Einkaufen. Warum sie das nach sechs Wochen ohne Maske allerdings machen muss, verstehe sie nicht, sagt sie. © Nogaj

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