Kreisgesundheitsamt: Rückkehrer aus Risikogebieten sollen sich in Quarantäne begeben

Coronavirus

Ihre Infektion mit dem Coronavirus haben zuletzt mehrere Personen aus dem Kreis Unna und auch aus dem Märkischen Kreis aus Risikogebieten mitgebracht. Eine Empfehlung des Gesundheitsministers wird damit akut.

Kreis Unna

, 15.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten kontrollieren Autofahrer, die in einer langen Reihe auf einer Straße stehen, am Ortsende von St. Anton am Arlberg, ein österreichisches Dorf in den Tiroler Alpen. Zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol werden gemäß Beschluss der Bundesregierung für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg.

Polizisten kontrollieren Autofahrer, die in einer langen Reihe auf einer Straße stehen, am Ortsende von St. Anton am Arlberg, ein österreichisches Dorf in den Tiroler Alpen. Zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol werden gemäß Beschluss der Bundesregierung für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg. © dpa

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Sonntag um zwei Personen gestiegen. Die beide in Schwerte wohnhaften Erkrankten hatten zuvor ein Risikogebiet besucht. Jetzt gibt es eine dringende Empfehlung.

Der Krisenstab des Kreises Unna schließt sich der Aufforderung von Bundesgesundheitsminister Spahn in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie an und bittet Urlaubsrückkehrer um besondere Umsicht.

Wer innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, Österreich oder der Schweiz war, für den gilt: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen nach Ihrer Rückkehr zu Hause, unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht.

Es handelt sich bei der Aufforderung um eine dringende Bitte. Eine gesetzliche Anordnung gibt es nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes zurzeit nicht. Deshalb kann der Kreis Unna dazu auch keine Bescheinigungen zur Verfügung stellen.

Ansprechpartner für die Rückkehrer ist mit Hinweis auf die Empfehlung des Bundesgesundheitsministers der jeweilige Arbeitgeber. Urlaubsrückkehrer sollten sich zunächst telefonisch mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen.

Auch der Märkische Kreis meldete am Sonntag, dass die meisten der dortigen Neuinfektionen reisebedingt sind.

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