Kreis Unna reagiert entspannt auf Weggang von Dezernent Wigant

dzFührungskraft geht

Mit dem Wechsel von Dirk Wigant vom Kreishaus ins Unnaer Rathaus kommt dem Kreis die dritte Spitzenkraft binnen eines Jahres abhanden. Doch der Fall ist anders gelagert als die vorherigen.

Kreis Unna

, 11.12.2018, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zeitpunkt des Bekanntwerdens, kurz vor Weihnachten, kurz nach der letzten Kreistagssitzung des Jahres, weckt unweigerlich Erinnerungen. Denn just zu diesem Zeitpunkt störte vor einem Jahr die Nachricht vom spontanen Wechsel des damaligen Kreisdirektors Dr. Thomas Wilk ins Bauministerium nach Düsseldorf den vorweihnachtlichen Frieden im Kreishaus ganz empfindlich. Landrat Michael Makiolla als Arbeitgeber empörte sich seinerzeit laut darüber, dass Ministerin Ina Scharrenbach ihn nicht einmal angerufen hatte, warf ihr Rücksichtslosigkeit und mangelnden Respekt vor.

Diesmal kein kurzfristiger Wechsel zum 1. Januar

Diesmal ist das anders, denn über den Wechsel Wigants war der Landrat zum einen informiert, und zum anderen erfolgt dieser auch nicht kurzfristig zum 1. Januar. Die positive Entscheidung des Unnaer Stadtrates am Donnerstag vorausgesetzt, wird Wigant seinen Dienst als Beigeordneter zum 1. März 2019 antreten.

„Wir gratulieren recht herzlich. Da hat jemand bewiesen, dass er Leute auch außerhalb des Kreishauses überzeugen kann.“
Constanze Rauert, Sprecherin Kreis Unna

Entsprechend entspannt gibt man sich im Kreishaus. „Wir gratulieren recht herzlich. Da hat jemand bewiesen, dass er Leute auch außerhalb des Kreishauses überzeugen kann“, sagte Kreissprecherin Constanze Rauert am Dienstag auch im Namen des Landrates an die Adresse Dirk Wigants. Das Verständnis für den Karrieresprung des in Unna geborenen und wohnhaften Familienvaters Wigant, der zudem seine beruflichen Wurzeln in der Stadtverwaltung hat, ist offenbar groß.

Mit der Frage der Nachfolge im Dezernat für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Straßenverkehr, Gesundheit und Verbraucherschutz will man sich im Kreishaus Zeit lassen.

Auch interne Lösung denkbar

Es sei verabredet, Anfang Januar Gespräche zu führen und zu überlegen, welche weiteren Schritte man unternehme, so Rauert weiter. Grundsätzlich sind zwei Optionen denkbar: entweder eine öffentliche Ausschreibung der Stelle oder eine interne Nachbesetzung. Anders als ein Beigeordneter ist ein Dezernent kein Wahlbeamter, der Landrat kann als Chef der Kreisverwaltung selbst entscheiden, wie er die Nachfolge regeln möchte. So könnte er etwa auch einen Fachbereichsleiter zum Dezernenten befördern.

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Dies geschah zuletzt vor wenigen Wochen, als der langjährige Umwelt-Fachbereichsleiter Ludwig Holzbeck zum Nachfolger von Dr. Detlef Timpe gemacht wurde – freilich, nachdem eine öffentliche Ausschreibung ergebnislos verlaufen war.

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