Kreis Unna muss weniger Geld an den Landschaftsverband zahlen

LWL-Umlage sinkt

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) kassiert im nächsten Jahr weniger „Mitgliedsbeitrag“ vom Kreis Unna. Dem Kreis bleibt damit mehr Geld zur eigenen Verfügung.

Kreis Unna

11.10.2018, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreis Unna muss weniger Geld an den Landschaftsverband zahlen

Dr. Georg Lunemann, Kämmerer des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)

Der LWL ist umlagefinanziert, erhebt also Beiträge von seinen Mitgliedern, damit er seinen Aufgaben als Träger von unter anderem 18 Museen, 35 Förderschulen und über 130 Einrichtungen für psychisch kranke, zum Teil straffällig gewordene Menschen nachkommen kann.

Zweite Senkung in Folge

Jahrelang stieg und stieg die Umlage und wurde damit zu einer immer größeren Belastung für den Haushalt des Kreises. Nun sinkt sie das zweite Jahr in Folge, wie der LWL am Donnerstag bekannt gab. Statt 102,37 Millionen Euro für 2018 wird der Kreis Unna im nächsten Jahr nach aktuellem Stand der Dinge „nur“ 101,75 Millionen Euro nach Münster überweisen müssen – ein Minus von 620.000 Euro beziehungsweise 0,6 Prozent.

Kreis Unna muss weniger Geld an den Landschaftsverband zahlen

Die Grafik zeigt, wie sich der Haushalt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zusammensetzt. © LWL

Grundlage dieser positiven Entwicklung seien vor allem die starken Steuereinnahmen und Steuerungseffekte in der LWL-Behindertenhilfe, so LWL-Kämmerer Dr. Georg Lunemann: „Wir verzeichnen in diesem Jahr zusätzliche Schlüsselzuweisungen des Landes in Höhe von 15,7 Millionen Euro. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren viel Kraft in Maßnahmen zur Steuerung der Behindertenhilfe gesteckt. Hier werden erste Erfolge sichtbar: Wir haben nur noch moderate Fallzahlsteigerungen zu verzeichnen.“