Krankenhäuser in Unna und Kamen verlängern Besuchsverbot bis 2. Juni

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NRW erlaubt ab 20. Mai wieder Besuche bei Patienten in Krankenhäusern. Im Katharinen-Hospital und im Ev. Krankenhaus Unna sowie im Hellmig-Krankenhaus in Kamen greift die Besuchsregelung aber erst zwei Wochen später.

Unna, Kamen

, 19.05.2020, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Krankenhäuser im Kreis Unna werden das Besuchsverbot für Patienten erst zwei Wochen später lockern als gesetzlich vorgesehen. Mit dem Kreisgesundheitsamt haben sie vereinbart, Patientenbesuche „erst ab 2. Juni zu ermöglichen“. Das geht aus einer Mitteilung des Kreises Unna hervor.

NRW erlaubt Besuche in Krankenhäusern bereits ab Mittwoch, 20. Mai, sofern ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorliegt. Vorgesehen ist ein geeignetes Screening der Besucher auf Symptome einer Sars-CoV-2-Infektion vor dem Betreten des Krankenhauses, ein Besuchsregister und eine Information der Besucher über die aktuellen Hygienevorgaben.

Maximal ein Besuch pro Tag und Patient von maximal zwei Personen ist zulässig. Die Krankenhäuser dürfen auch Besuchszeiträume festlegen.

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Maximal 30 Minuten innerhalb von drei Stunden

Einen Flickenteppich unterschiedlicher Besuchsregelungen soll es im Kreis Unna nicht geben. Die Einrichtungen haben im Gespräch mit dem Kreisgesundheitsamt erste Eckpunkte für eine Besuchsregelung festgelegt.

  • Die Besuchszeit ist zwischen 15 und 18 Uhr.
  • Ein Besuch soll maximal eine halbe Stunde dauern.
  • Nur Patienten, die länger als vier Tage stationär aufgenommen werden, können besucht werden.

Besucher-Screening in Vorbereitung

Wie das Besucher-Screening aussieht, soll in der verbleibenden Zeit geklärt werden. Das Ziel ist es laut Gesundheitsamt-Chef Josef Merfels, dass alle Häuser einheitliche und gleich hohe Hygienestandards haben. Der Schutz der Patienten sei das oberste Gebot.

Ausnahmen vom Besuchsverbot weiter möglich

Solange die Krankenhäuser kein Konzept umgesetzt haben, gilt laut Coronaschutzverordnung das Besuchsverbot mit bestehenden Ausnahmeregelungen weiter.

Das heißt: Besuche sind etwa erlaubt, wenn sie medizinisch oder ethisch-sozial geboten sind, zum Beispiel auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten. „Angehörige können sich an die Ärzte wenden, um einen Weg zu finden“, rät Bettina Szallies, Sprecherin des Evangelischen Krankenhauses Unna.

Das EK war ebenso wie das Katharinen-Hospital in Unna, das Hellmig-Krankenhaus in Kamen und die Krankenhäuser in Lünen und Schwerte an der Vereinbarung über die Besuchsregelung ab 2. Juni beteiligt.

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