Junge Französin brach an der Kupferstraße ein - und muss jetzt ins Gefängnis

Frau legt Geständnis ab

In nur zwei Tagen soll eine 23-jährige Französin an neun Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen sein, auch an der Kupferstraße in Lünen. Sie machte fette Beute - muss aber jetzt ins Gefängnis.

Lünen

, 16.10.2018, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Beutezug an der Kupferstraße ereignete sich am 11. Dezember 2017. Zusammen mit zwei Komplizinnen, die sie erst wenige Stunden zuvor kennengelernt haben will, tauchte die Angeklagte an dem Mehrfamilienhaus auf und arbeitete sich innerhalb kürzester Zeit von unter nach oben vor.

Fette Beute im Wert von 27.000 Euro

In der ersten aufgebrochenen Wohnung fand das Trio noch nichts Stehlenswertes. Deutlich fetter fiel die Beute dann im zweiten Stock aus, wo Schmuck und Bargeld im Wert von rund 27.000 Euro mitgenommen wurden. In der sechsten Etage kam später weiteres Diebesgut für rund 3000 Euro zusammen. Hoch zufrieden dürften die Einbrecherinnen den Heimweg angetreten haben.

Doch die Freude der Frauen währte nicht lange. Nur zwei Tage später klickten in Bielefeld die Handschellen. Abermals hatten die Diebinnen innerhalb weniger Stunden mehrere Wohnungen und Kellerräume aufgebrochen. Am letzten Tatort waren sie jedoch von der Polizei überrascht worden.

Kurz zuvor aus Frankreich nach Deutschland gekommen

Die Angeklagte hatte im Prozess ein Geständnis abgelegt. Demnach will sie erst kurz vor der Lüner Diebstahlsserie aus Frankreich nach Deutschland gekommen sein. "Sie hatte Stress mit ihrem Lebensgefährten und der ganzen Familie", sagte ihr Rechtsanwalt dazu. "Sie wusste nicht, wo sie hin sollte."

In Dortmund will die junge Frau dann auf ihre beiden späteren Mittäterinnen getroffen sein, die sie angeblich nicht nur bei sich aufnahmen, sondern auch an ihren kriminellen Aktivitäten beteiligten.

Gegen eine der mutmaßlichen Mittäterinnen wird derzeit am Dortmunder Landgericht ein gesondertes Verfahren geführt. Die dritte Frau ist flüchtig und wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht.