Je kleiner der Ort, desto schlechter läuft das Weihnachtsgeschäft

Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel will beim Umsatz 2018 erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze knacken. Für den Kreis Unna würde dies einen Umsatz von 518 Millionen Euro bedeuten – es kommt aber nicht in den Geschäften an.

Kreis Unna

21.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Je kleiner der Ort, desto schlechter läuft das Weihnachtsgeschäft

© dpa

Laut einer Mitteilung des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland berichten aktuell viele Händler, dass ihre Erwartungen bislang nicht erfüllt sind, manche zeigten sich sogar enttäuscht. Es gebe zwar auch sehr zufriedene Händler, doch fast alle klagten über nachlassende Kundenfrequenzen, so Handelsverbands-Geschäftsführer Thomas Schäfer. Der weiter boomende Online-Handel wirke sich negativ aus, so Schäfer weiter. Es bleibe immer mehr Umsatz im Internet – drei Viertel der Internetnutzer kauften ihre Weihnachtsgeschenke online. Gleichzeitig sparen sich immer mehr Menschen den Gang in die Stadt und in die Geschäfte.

Der Trend der letzten Jahre, wonach sich die Menschen immer später zum Kauf entschließen, habe sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Zwar hätten die „Black-Friday“- und „Cyber-Monday“-Aktionen Geld in viele Kassen gespült, danach aber hätten die Verbraucherinnen und Verbraucher sich erst einmal eher etwas zurückgehalten und mehr geschaut als gekauft. Eine Umfrage des Handelsverbandes in allen Kommunen des Kreises Unna ergab, dass das Kundenaufkommen umso verhaltener war, je kleiner der Ort ist.

Laut der Umfrage zählen neben Gutscheinen und Geld Spielwaren, Bücher, Uhren, Schmuck, Kosmetika, Elektrogeräte und Bekleidung zu den beliebtesten Geschenken. Zudem werde für leckeres Essen und gute Getränke in der Weihnachtszeit gerne etwas mehr ausgegeben.

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