Janke so gut wie sicher neuer Kreisdirektor

dz Bewerbungsgespräche

Die Bewerbungsgespräche laufen erst heute, Stadtbauplaner Mike-Sebastian Janke gilt dennoch gesichert als neuer Kreisdirektor. Die Fraktionen von SPD und CDU sollen sich bereits auf ihn geeinigt haben. Seine Chancen sind noch einmal gestiegen, weil einer seiner beiden Mitbewerber einen Rückzieher gemacht hat.

Kreis Unna

, 17.04.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jetzt sind es nur noch zwei: Wie die Kreisverwaltung auf Nachfrage mitteilte, hat einer der drei formal geeigneten und für heute zu Gesprächen eingeladenen Bewerber um die vakante Stelle des Kreisdirektors einen Rückzieher gemacht.

Wie aus internen Kreisen bekannt wurde, handelt es sich um den promovierten Juristen, der gegenwärtig als Büroleiter für einen SPD-Oberbürgermeister in Mitteldeutschland arbeitet; er soll aus den eigenen Reihen ein adäquates Angebot bekommen haben.

Damit ist neben Stadtbauplaner Mike-Sebastian Janke, auf den sich die Fraktionsspitzen von SPD und CDU bereits geeinigt haben sollen, nur noch ein Mann aus Ostwestfalen im Rennen, der gegenwärtig als ständiger Vertreter eines Spitzenbeamten arbeitet. Er soll jung und unerfahren sein, Insider haben ihm von vornherein allenfalls Außenseiterchancen zugerechnet.

Ohnehin spricht einiges für Janke, auch wenn die Fraktionsvorsitzenden Brigitte Cziehso (SPD) und Wilhelm Jasperneite (CDU) etwaige Absprachen dementieren. Janke hat seine engsten Mitarbeiter im Iserlohner Rathaus bereits Mitte März über seine Ambitionen informiert. Er ist Mitglied der SPD und soll sich sogar schon dem CDU-Fraktionsvorstand vorgestellt haben. Die Bewerbungsgespräche am heutigen Nachmittag – sie sind von der Opposition im Kreistag denn auch schon als Farce bezeichnet worden. Sie finden am Nachmittag statt, neben Landrat Michael Makiolla nehmen Vertreter aller Fraktionen teil.

Am Dienstag, 8. Mai, soll der neue Kreisdirektor im Kreistag offiziell gewählt werden.

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