Hochschultag lockt über 2000 Schüler an – Überblick über Wege in Studium und Ausbildung

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Der Hochschultag des Kreises Unna wird immer beliebter. Über 2000 Schülerinnen und Schüler haben sich in der Stadthalle Kamen über Wege und Möglichkeiten in Studium oder Ausbildung informiert.

Kamen

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Man trifft hier Leute mit Ahnung, die berichten können, wie es eigentlich ist, zu studieren“, sagt Natascha. Die 17-Jährige vom Gymnasium Altlünen ist angetan vom Hochschultag und mit ihrer Meinung nicht alleine.

Seit einem Praktikum bei der Polizei weiß sie zwar schon, dass sie Polizistin werden möchte – nur der Weg in den Beruf, ob über ein duales Studium oder eine Ausbildung – ist noch nicht ganz klar. Nach einem Besuch am Stand der Polizei, die beim Hochschultag ebenfalls vertreten ist, steht für sie jedenfalls fest: „Ich schicke demnächst eine Bewerbung los.“

Ein Dickicht aus 19.000 Studiengängen

Ihre Freundinnen Annika und Maike loben derweil die Kombination aus Ständen wie bei einer Berufsmesse, Workshops und offenen Foren. „Es ist hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen, schließlich gibt es mittlerweile 19.000 Studiengänge“, findet Annika.

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10. Hochschultag des Kreises Unna

Der 10. Hochschultag des Kreises Unna hat am Mittwoch (10. Juli) über 2000 Schüler zur Stadthalle nach Kamen gelockt. Mehr als 30 Hochschulen und Institutionen gaben einen Überblick über die verschiedenste Studien- und Ausbildungsgänge.
10.07.2019
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Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Hicran Gülten und Celina Vierhaus (v.l.) informieren sich bei Stabsfeldwebel Klepping über die Bundeswehr.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Am Stand der "Physikanten" können die Besucher, wie hier Kevin Kavelmann von Mitarbeiterin Lisa Diehl, ein "Wärme-Selfie" machen lassen.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: "Die Finanzwelt einfach erklärt" bekommt man am Stand von Jacob Risse.© Kevin Kavelmann
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: "Die Physikanten" machten Physik anschaulich.© Marcel Drawe
Offizielle beim Hochschultag in der Stadthalle Kamen, v.l. Lea Schlummer (Azubi Kreis Unna), Diana van der Heyde (Ausbildungsleitung Kreis Unna), Pr. Dr.-Ing. Thomas Felderhoff (FH Dortmund), Landrat Michael Makiolla, Thomas Schmale (Arbeitsagentur) und Martina Bier (Kreis Unna)© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Svenja Simbeck von der FH Dortmund zeigt, wie man mit verschiedenen Methoden etwa die Bewegung des Brustkorbs bei der Atmung visualisieren kann.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Über den Tag waren 2000 Schülerinnen und Schüler an den Info-Ständen, in den Workshops und bei den Veranstaltungen dabei.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Entspannter Austausch im Sessel bei der jungen Selbsthilfe.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Tom Detambel zeigt bei der Karl-Schlotmann-Stiftung einen Roboter, der per App steuerbar ist.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Die Techniker Krankenkasse informiert, wie viel Zucker in welchen Getränken enthalten ist.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: "Die Physikanten" stellen auf der Bühne essbares Eis mit Stickstoff her.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: "Die Physikanten" stellen auf der Bühne essbares Eis mit Stickstoff her.© Marcel Drawe
Hochschultag in der Stadthalle Kamen: Den Besuchern schmeckt das Eis der "Physikanten".© Marcel Drawe

Bestätigt wird sie auch aus Lehrerperspektive. Stefan Müller (37) ist Studiums- und Berufswahlkoordinator am Gymnasium St. Christophorus in Werne und sagt: „Dortmund und Münster kennt jeder, da ist es schön, dass auch die kleineren Hochschulen aus der Region vertreten sind.“

„Dortmund und Münster kennt jeder, da ist es schön, dass auch die kleineren Hochschulen aus der Region vertreten sind.“
Stefan Müller, Lehrer am Gymnasium St. Christophorus in Werne

Der Hochschultag biete einen kompakten Überblick über ein immer unübersichtlicher werdendes Angebot.

Müller sagt aber auch, dass die heutige Schülergeneration besser auf die Studiums- und Berufswahl vorbereitet sei als vor 20 Jahren. Damals gab es insbesondere an Gymnasien kaum Praktika, heute fangen die Potenzialanalysen und Berufsfelderkundungen bereits im 8. Schuljahr an. „Viele wissen schon ziemlich genau, was sie machen wollen“, sagt Müller, der mit einem 11. Jahrgang in Kamen ist.

Alle Plätze ausgebucht

Trotzdem nehmen sie die Möglichkeit des Hochschultages quasi vor der Haustür gerne wahr. Die Teilnehmerzahl ist im Laufe von nunmehr zehn Jahren kontinuierlich gestiegen und hat mit über 2000 ein neues Rekordhoch erreicht. 1800 seien angemeldet gewesen, die übrigen hätten sich spontan orientiert und dafür gesorgt, dass letztlich alle Plätze in den über 60 Workshops ausgebucht gewesen seien, berichtet Organisatorin Martina Bier vom Kreis Unna.

Viel Anklang fanden überdies die Auftritte der „Physikanten“ aus Witten. „Sie haben gezeigt, dass sich mehr Leute für Physik interessieren als man denkt, wenn es nur spannend aufbereitet ist“, so Bier.

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