Gruppenstunde trotz Corona: Dekanat Unna sammelt Tipps für eine digitale Jugendarbeit

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Eine Rallye durch die Stadt, ein tägliches Sportprogramm und Kreativangebote - das geht digital nicht? Die Kolpingjugend Lünen hat genau das gemacht - und ihre Idee macht jetzt Schule.

Kreis Unna

, 16.06.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pfingstfreizeit: Das bedeutet draußen spielen, basteln, lachen, gemeinsam kochen - für viele Kinder zusammen mit ihren Jugendbetreuern. Dass das während Corona nicht geht, war auch der Kolpingjugend Lünen schnell klar. Auf die Pfingstfreizeit verzichten wollten die Ehrenamtlichen aber auch nicht - also entwickelten sie eine „digitale Pfingsfreizeit“. Und das klappt so gut, dass daraus jetzt ein Projekt für das gesamte Dekanat Unna wird.

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„#nachgefragt“ heißt das Projekt, das seit kurzem auf der Homepage des Dekanats Unna zu finden ist. Das Ziel: Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit während der Corona-Pandemie Ideen und Spiele an die Hand zu geben, wie sie ihre Freizeitangebote trotz der geltenden Kontaktbeschränkungen gestalten können. Denn die Corona-Pandemie sorgt gerade dafür, dass viele wöchentliche Aktionen der katholischen Jugendarbeit nicht stattfinden können.

„Viele Engagierte in der katholischen Jugendarbeit machen sich daher auf die Suche nach Corona-tauglichen Angeboten – und werden fündig.“
Ute Balkenohl, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie im Dekanat Unna

„Im Dekanat Unna hätte es viele Ferienfreizeiten gegeben, die von Kirchengemeinden, Gruppen und Verbänden mit Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen angeboten worden wären“, sagt Ute Balkenohl, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie im Dekanat Unna, „dazu kommen die wöchentlichen Gruppenstunden und Ausflüge.“

Diese Aktionen gehören zwar zur außerschulischen Bildungsarbeit und sind seit dem 11. Mai wieder offiziell möglich. Doch unter den derzeitigen Hygiene- und Abstandsvorschriften können viele erprobte Angebote nicht durchgeführt werden. „Viele Engagierte in der katholischen Jugendarbeit machen sich daher auf die Suche nach Corona-tauglichen Angeboten – und werden fündig“, freut sich Ute Balkenohl. „Wir haben bei Ehrenamtlichen nachgefragt, wie sie mit den Herausforderungen umgehen, und diese Erfahrungen möchten wir jetzt mit anderen teilen.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Hannah Ax und Dekanatsjugendseelsorger Markus Brinkmann, Gemeindereferent in Bergkamen, wurde Balkenohl zuerst auf die digitale Umsetzung der Freizeit zu Pfingsten aufmerksam, die die Kolpingjugend Lünen durchgeführt hat. Ein tägliches Sportprogramm, die Kommunikation über eine Videoplattform und sogar eine Stadtrallye hatten die Ehrenamtlichen der Kolpingjugend für die Freizeit zusammengestellt - mit großem Erfolg.

Das Angebot der Ehrenamtlichen war so überzeugend, dass daraus jetzt das Projekt „#nachgefragt“ entwickelt wurde. Nach und nach werden verschiedene Interviews mit den Ehrenamtlichen auf der Videoplattform YouTube veröffentlicht und auf der Homepage des Dekanats Unna eingestellt.

Materialien und Informationen gibt es unter www.dekanat-unna.de
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