Grippe: Amtsarzt rät zur Impfung

dzSchutz vor Influenza

Die ersten Grippe-Fälle in Deutschland wurden bereits gemeldet – höchste Zeit, sich gegen die Erkrankung impfen zu lassen. Auch der Amtsarzt im Kreis Unna rät zum Pieks gegen die Grippe.

03.11.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fieber, trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen – bei einer Grippe fühlt man sich meistens richtig krank. Bestimmten Risikogruppen kann die sogenannte Influenza aber auch richtig gefährlich werden. Von einem allzu saloppen Umgang mit der Krankheit nach dem Motto „Mich haut so schnell nichts um“ raten Mediziner der Gesundheitsbehörde im Kreis Unna daher dringend ab und sagen: Der beste Schutz gegen Grippe ist die vorbeugende Impfung.

In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle meist im Januar und dauerte drei bis vier Monate – und zuletzt war sie besonders schlimm. Allein in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurden der Gesundheitsbehörde im Kreis Unna 1120 Fälle gemeldet. Schwerpunkt war Lünen mit 386 Erkrankungen. Zum Vergleich: In der gesamten vorigen „Grippesaison“, also von Herbst 2016 bis in den Frühling 2017, wurden „nur“ 173 Erkrankungen gemeldet.

Schutz vor der Influenza

Damit die Grippe dieses Mal nicht so hart zuschlägt, raten Mediziner zu einer Impfung. Denn „mit jedem Geimpften sinkt das Risiko einer erneuten Erkrankungswelle“, betont Amtsarzt Dr. Roland Staudt und macht deutlich: „Auch wer nicht selbst erkrankt, kann andere ebenfalls nicht Geimpfte anstecken und so eine Kettenreaktion auslösen.“

Einen hundertprozentigen Schutz bietet die Impfung allerdings nicht. Laut Robert-Koch-Institut ist etwa die Hälfte der Geimpften geschützt. Risikogruppen sollten sich dennoch impfen lassen. Besonders im Blick hat der Amtsarzt dabei Ältere und chronisch Kranke, deren Immunsystem aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung geschwächt ist. Auch Menschen, die beruflich häufigen Kontakt mit anderen Menschen haben, empfiehlt der Amtsarzt die Impfung. Für Risikogruppen übernehmen die Kassen die Kosten.

Tipps gegen Ansteckung

Die Kreisgesundheitsbehörde hat zudem ein paar Tipps, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren. „Es lohnt sich, regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen“, sagt Dr. Staudt. „Wer die Möglichkeit zur Desinfektion hat, sollte diese nutzen.“ Nach Möglichkeit sollten größere Menschenansammlungen gemieden und häufiges Händeschütteln vermieden werden. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, das Immunsystem zu stärken, so der Amtsarzt.

Und wer bereits hustet oder niest – der sollte statt der Hand die Ellenbeuge vor das Gesicht halten, um Erreger nicht weiter zu verbreiten. Die richtige Adresse für die individuelle Beratung und Impfung ist der Hausarzt.

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