Getränke-Lieferdienst Flaschenpost verzeichnet in Corona-Krise deutlich größere Nachfrage

dzWirtschaft

Die Sorge um das Coronavirus kennt nur wenige Gewinner. Einer ist der Getränke-Lieferdienst Flaschenpost. Er verzeichnet eine deutlich größere Nachfrage und setzt beim Liefern auf Distanz.

Kreis Unna

, 19.03.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Getränke-Lieferservice befindet sich im Kreis Unna wirtschaftlich ohnehin auf einem guten Weg. Seit dem Beginn der Coronakrise und der zunehmenden Zurückhaltung der Menschen, ihr Haus zu verlassen, sind seine Dienste noch stärker gefragt.

„Die Nachfrage nach unserem Lieferdienst ist aktuell stark angestiegen“, teilt Flaschenpost-Sprecherin Sabine Angelkorte auf Anfrage mit. Das Problem: Das Unternehmen kann sein eigenes Werbeversprechen, innerhalb von 120 Minuten zu liefern, immer seltener erfüllen.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie arbeiten unsere Mitarbeiter besonders hart daran, unseren Kunden eine uneingeschränkte Warenverfügbarkeit zu ermöglichen“, erklärt die Sprecherin. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wolle das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerade in dieser Situation uneingeschränkt nachkommen.

Flaschenpost nimmt Einschränkung beim Service in Kauf

Angelkorte erklärt: „Wir nehmen bewusst eine Einschränkung der Servicequalität zugunsten einer Sicherstellung der Versorgung aller unserer Kunden in Kauf. Wir bitten unsere Kunden daher um Verständnis, dass unsere Lieferung aktuell mehr Zeit in Anspruch nehmen kann.“

Flaschenpost hat auf das Bestellverhalten der Kunden reagiert und vermehrt auch Artikel aus den Kategorien Haushalt, Drogeriebedarf und Lebensmittel zur Grundversorgung im Sortiment. „Insbesondere für ältere Menschen, für gesundheitliche Risikogruppen und für Menschen, die sich bereits in Quarantäne befinden, möchten wir ebenfalls die Versorgung maximal sicherstellen“, so die Sprecherin.

Auch die Mitarbeiter im Lager sind laut Flaschenpost „bestmöglich geschützt“.

Auch die Mitarbeiter im Lager sind laut Flaschenpost „bestmöglich geschützt“. © Christoph Papsch

Wirtschaftlich läuft es also. Dennoch gibt es auch bei dem Getränke-Dienstleister Sorgen vor dem Coronavirus. Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und der Kunden bietet das Unternehmen jetzt eine kontaktfreie Lieferung an. Dafür wurde das Lieferkonzept so angepasst, dass alle direkten Kontaktpunkte vermieden werden und der empfohlene Mindestabstand zwischen Kunden und Lieferfahrern eingehalten wird. Das bedeutet, dass Kunden ihre Lieferung auch nicht mehr auf dem Touchpad quittieren müssen. Das geschah bislang mit dem bloßen Finger.

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„Unser Team ist gut aufgestellt und wird durch zahlreiche Hygieneschutzmaßnahmen und entsprechende Unterweisungen bestmöglich geschützt“, erklärt die Sprecherin. Gemeint sind damit nicht nur die Fahrerinnen und Fahrer, sondern auch das Personal, das die Lieferungen in den Lagern zusammenstellt.

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