Gesundheitsamt meldet zwei Corona-Todesfälle aus Schmallenbach-Haus

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Im Schmallenbach-Haus in Fröndenberg ist ein weiterer Corona-Todesfall zu beklagen. Ein 79-jähriger Mann ist am Mittwoch gestorben. Das Gesundheitsamt meldet zudem den Fall einer 89-Jährigen, die schon Ende März starb.

Fröndenberg, Unna

, 04.06.2020, 19:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der letzte Fröndenberger, der nachweislich mit dem Coronavirus infiziert war, ist tot. Der 79-Jährige starb am vorigen Mittwoch, wie das Kreisgesundheitsamt am Donnerstag meldete. Seine Erkrankung spiegelte sich zuletzt in der Corona-Statistik als einziger Infektionsfall in der Ruhrstadt wider. Mit seinem Tod ist nun kein Fall mehr in dem früheren sogenannten Corona-Hotspot im Kreis Unna gelistet. Auch in Bergkamen, Bönen und Holzwickede war am Donnerstag kein Fall bekannt.

Das Gesundheitsamt meldete am Donnerstag nicht nur den Todesfall des 79-Jährigen, sondern noch einen zweiten. Dieser liegt schon zwei Monate zurück, sei aber erst jetzt gemeldet worden. Dabei handelt es sich um eine 89-Jährige, die ebenfalls im Schmallenbach-Haus wohnte und schon am 31. März starb. In der Statistik des Kreisgesundheitsamt war die Frau bislang unter den Genesenen aufgeführt. Bisherige Kritik an der Corona-Statistik richtete sich dagegen, dass die Behörde bereits nachweislich gesunde Menschen noch als infiziert führte.

Das Kreisgesundheitsamt fügte der Statistik am Donnerstag zwei Neuinfektionen hinzu: je eine Person in Unna und Werne. Zwei Fälle aus Kamen und Lünen, die am Mittwoch gemeldet wurden, rechnete die Behörde wieder heraus. „Es handelte sich um ein Versehen beim Eintragen der Zahlen“, hieß es zur Erklärung. Damit gab es am Mittwoch nur zwei statt vier Neuinfektionen.

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Seit Beginn der Pandemie haben sich 675 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Toten liegt jetzt bei 37. Insgesamt 622 Menschen gelten wieder als gesund. Aktuell gelten noch 16 Menschen als infiziert. Drei Covid-19-Kranke befanden sich am Donnerstag im Krankenhaus, einer weniger als am Vortag. 21 Bewohner und Beschäftigte des Schmallenbach-Hauses sind nach Angaben der Einrichtung gestorben.

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