Gartenabfälle und Sondermüll müssen liegen bleiben

Coronakrise

Privatleute bleiben vorerst auf Gartenabfällen, Sperr- und Sondermüll sitzen. Die Entsorgungsfirma GWA schließt ihre Recyclinghöfe für alle Haushalte. Gewerbebetriebe dürfen weiter anliefern.

Kreis Unna

, 16.03.2020, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gartenarbeit ist in häuslicher Quarantäne möglich.

Gartenarbeit ist in häuslicher Quarantäne möglich. © Roman Grzelak/Archiv

Die Müllabfuhr dreht trotz Coronakrise weiter ihre Touren, und der Hausmüll wird abgeholt. Aber wenn die kreiseigene Entsorgungsgesellschaft GWA sich den allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen anschließt, geht es nicht ganz ohne Einschränkungen für Privathaushalte.

Die Recycling- und Wertstoffhöfen der GWA nehmen ab Dienstag, 17. März, keine Anlieferungen von Privathaushalten mehr an. Dies betrifft die Stationen in Bergkamen, Bönen, Holzwickede und Kamen (Mühlhauser Straße und Werkstraße) sowie in Lünen (Wertstoffzentrum Nord/Brückenkamp), Bönen (Industriestraße) und Fröndenberg-Ostbüren. Die kommunale Müllabfuhr und Gewerbebetriebe können ihre Abfälle weiterhin dort loswerden. Auch die Schadstoffannahme der GWA in Schwerte geschlossen.

Zur Begründung gab die GWA bekannt: „Diese Vorsorgemaßnahme ist leider unumgänglich, um unnötige Allgemeinverkehre zu reduzieren, potentielle Infektionsketten zu unterbrechen und das Betriebspersonal zu schützen. Nur so kann die Aufrechterhaltung der zwingend notwendigen und zentralen Entsorgungsaufgaben, insbesondere der Müllabfuhr, gewährleistet werden.“

An „Entsorgungs-Notfälle“ ist laut GWA gedacht: Wer als Bürger einer kreisangehörigen Kommune beispielsweise dringend eine aufgelöste Wohnung entrümpeln muss, soll sich bei der GWA anmelden und einen Nachweis vorlegen (Tel. 0800 400 1 400).

In Bönen, Holzwickede und Kamen stellt die GWA den Tausch und die Neuaufstellung von Abfalltonnen ein.

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