Fairtrade: Kreis Unna ist auf dem Weg zum neuen Siegel

dzHandel

Nachhaltige Produktion, faire Löhne und ein bewusster Umgang mit Ressourcen – all das sind hochaktuelle Themen. Der Kreis Unna setzt sich damit auseinander: Er will Fairtrade-Kreis werden

Unna

, 31.10.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zahlreiche Vertreter aus der ganzen Region kamen jetzt beim Fairtrade-Austauschtreffen zusammen: Der Kreis Unna war Gastgeber für die Steuerungsgruppen der Fairtrade-Towns im Kreis Unna und Hamm. Der zuständige Fachbereichsleiter Peter Driesch begrüßte die Gäste im Umweltamt.

Bewerbung wird vorbereitet

Der Kreis Unna macht sich seit Jahren stark für den fairen Handel. Bald soll dieses Engagement auch mit dem Siegel als Fairtrade-Kreis belohnt werden. Die Vorarbeiten für die Bewerbung laufen auf Hochtouren. Diejenigen, die die Zertifizierung schon geschafft hatten, kamen jetzt zum Ideen-Austausch. Es fand in Kooperation mit der Fairen Metropole Ruhr, dem Informationszentrum Dritte Welt e.V. Dortmund sowie dem Forum Umwelt und gerechte Entwicklung Hamm statt.

Bei dem Treffen informierte Eva-Maria Reinwald vom Südwind-Institut über die neue bundesweite Kampagne „Lieferkettengesetz“. Diese setzt sich dafür ein, dass Unternehmen entlang ihrer Lieferkette Verantwortung für die Produktionsbedingungen übernehmen.

Ruf nach gesetzlichem Rahmen

„Nur mit einem gesetzlichen Rahmen schaffen wir die Voraussetzungen für wirksamen Umweltschutz und die Achtung von Menschenrechten durch Unternehmen im Ausland“, erläuterte Reinwald. Freiwillig kämen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Teilnehmer diskutierten intensiv, welche Aktionsbausteine sie in ihrer eigenen Arbeit vor Ort nutzen können, um die Bevölkerung und die Verwaltung für dieses Thema zu sensibilisieren.

Charta Faires Ruhrgebiet

Isabell Schwarzfeller von der Fairen Metropole Ruhr erläuterte dann das Konzept, um unter breiter Beteiligungsmöglichkeit der Fairtrade-Towns Steuerungsgruppen im Ruhrgebiet eine Charta Faires Ruhrgebiet zu entwickeln. Ziel ist, dass diese Charta von den 53 Städten und vier Kreisen des Ruhrgebietes getragen wird.

Dass im Kreis Unna in Sachen Fairtrade etwas passiert, war zuletzt am vergangenen Wochenende auch wieder gut sichtbar: Beim Tag des Apfels auf der Ökologiestation des Kreises konnten die Besucher viele Informationen zum Thema bekommen, Fairtrade-Kaffee trinken und Probierhäppchen, Schokolade und Kekse genießen – alles mit gutem Gewissen.

Neun Fairtrade-Towns im Kreis

Im Kreis Unna gibt es insgesamt neun Fairtrade-Towns: Zu diesem Kreis gehören Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm, Unna und Werne.

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