Evangelische Kirche startet Gottesdienste: So viele Kirchgänger sind pro Kirche erlaubt

dzNach Corona-Zwangspause

In den evangelischen Kirchen in Unna, Kamen, Bergkamen und Fröndenberg gibt es ab Sonntag wieder Gottesdienste. Wo es wann losgeht und wie viele Menschen hereingelassen werden, zeigt der Überblick.

Unna, Kamen, Bergkamen, Holzwickede, Fröndenberg

, 15.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Mund-Nasen-Schutz in die Kirche: Katholiken feiern schon seit einer Woche wieder Messen, nun folgen die evangelischen Christen. Die ersten Gottesdienste sind am Sonntag, 18. Mai, in 16 Kirchen und Gemeindehäusern in vier Orten des evangelischen Kirchenkreises Unna angesetzt. Dazu kommt das evangelische Krankenhaus in Unna.

Zugangsbeschränkungen stehen der Erfüllung sonst geäußerter frommer Wünsche entgegen. „Gehe hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie herein, damit mein Haus voll werde“, heißt es in einem Gleichnis aus dem Lukas-Evangelium.

Nur ein Bruchteil der Plätze in den Kirchen darf besetzt werden

Allerdings darf unter den Corona-Auflagen nur ein Bruchteil der Plätze in den Kirchen besetzt werden. So werden beispielsweise maximal 79 Kirchgänger in die Pauluskirche in Kamen und maximal 55 in die Stadtkirche in Unna gelassen. Sonst passen auch ungefähr zehn Mal so viele Menschen hinein.

Gottesdienste

Corona-Verhaltensregeln für den Kirchgang

  • Eintrag in eine Besucherliste
  • Maskenpflicht im Kirchenraum
  • kein Gesang
  • kein Abendmahl
  • kein Kirchcafé
  • Masken gibt es gegen eine Spende am Eingang

Wer aus Sorge, keinen Platz mehr zu bekommen, oder aus anderen Gründen den Kirchgang unterlässt, braucht auf die frohe Botschaft des Glaubens nicht zu verzichten. „Die Angebote, die in der Zeit der leeren Kirchen entstanden sind, also Video-Andachten, Gottesdienste zum Mitnehmen oder zum Zuhause feiern, wird es auch weiterhin geben“, teilte der Evangelische Kirchenkreis am Donnerstag mit.

Wie weitgehend die Maskenpflicht in der Kirche ist, sollten die Besucher vor Ort erfragen. In der Kirchenmitteilung ist von einer „Maskenpflicht im Kirchenraum“ die Rede, was bedeutet, dass es nicht gestattet ist, sie am Sitzplatz abzunehmen. Die katholischen Kirchen ließen hingegen bei den ersten Gottesdiensten am vorigen Wochenende das Abnehmen der Masken am Sitzplatz ausdrücklich zu.

Noch kein Gottesdienst am Sonntag in Holzwickede

Noch keinen Gottesdienst gibt es am Sonntag in Holzwickede, einem von fünf Orten des Kirchenkreises. Dort starten die Protestanten erst am 21. Mai (Himmelfahrt) mit einem „Fenster-Gottesdienst“ vor dem Perthesheim.

Gottesdienste sind in NRW seit 1. Mai wieder erlaubt. Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Unna entwickelten zunächst Konzepte für einen Neustart. „Nach zwei Monaten folgt zunächst ein vorsichtiges Herantasten daran, wie ein Gottesdienst mit vielen Beschränkungen sowohl inhaltlich wie organisatorisch durchgeführt werden kann“, heißt es beim Evangelischen Kirchenkreis. Wenn wesentliche Bestandteile eines Gottesdiensts wie Gesang und Abendmahl fehlen, sei die Gestaltung für die Pfarrer eine besondere Herausforderung.

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