Erster Corona-Fall in der Kreisverwaltung – Kollegen in Quarantäne

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In der Kreisverwaltung mit 1400 Mitarbeitern gibt es den ersten Corona-Fall. Die Mitarbeiterin einer Außenstelle hat sich angesteckt. Bis zu fünf Kollegen sind unter Quarantäne gestellt.

Kreis Unna

, 10.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erster Corona-Fall bei der Kreisverwaltung: Eine Mitarbeiterin des Fachbereichs Familie und Jugend des Kreises Unna hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt ordnete an, dass sich die Frau in häusliche Isolierung begibt. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen befinden sich als Kontaktpersonen unter Quarantäne.

Kreissprecherin Constanze Rauert bestätigte den Corona-Fall. „Alle nötigen Maßnahmen wurden ergriffen“, sagte sie am Mittwoch. Die Kontaktpersonen aus dem engsten Kollegenkreis, mit denen die infizierte Mitarbeiterin nur „wenige Berührungspunkte“ gehabt habe, seien ermittelt. Kunden der Kreisverwaltung befinden sich nicht unter den Kontaktpersonen.

Die rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung wurden am Dienstag über den Fall informiert, verbunden mit der Botschaft, dass davon keine Gefahr ausgeht. Demnach wurde die Frau am Wochenende positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Am Montag wurden die Kollegen unter Quarantäne gestellt. Auf die Frage nach der Anzahl der betroffenen Kollegen antwortete die Kreissprecherin: „Eine Handvoll“. Nun heißt es: Warten auf die Ergebnisse weiterer Corona-Tests.

Die Mitarbeiterin ist nicht im Kreishaus in Unna tätig, sondern in einer Außenstelle. Aus Rücksicht auf den Datenschutz blieb diese Außenstelle ungenannt. Der Dienstherr nahm den ersten Corona-Fall im eigenen Haus zum Anlass, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die Hygieneregeln zu erinnern. Ein Grund, den Fall öffentlich zu machen, wurde wegen fehlender Außenwirkung nicht gesehen. Es bestehe „keinerlei Besorgnis“.

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Die Kreishäuser in Unna und in Lünen, die Ausländerbehörde und weitere Nebenstellen sind nach wochenlanger Schließung wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Besuche sind nur mit einem festen Termin möglich. Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht.

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