Eine nahtlose Begleitung von der Kita bis in den Beruf

Regionales Bildungsnetzwerk

Bildung beginnt und endet nicht mit der Schulzeit. Kitas haben einen Bildungsauftrag ebenso wie berufliche Ausbilder. Auf dem Weg eines Kindes ziehen viele Beteiligte an einem Strang.

Kreis Unna

22.11.2018, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine nahtlose Begleitung von der Kita bis in den Beruf

Ein guter Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule ist der Grundstein für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. © picture alliance/dpa

Gleiche Bildungschancen für alle Kinder, egal welcher Herkunft. Das ist das Ziel der Kooperationspartner, die im Regionalen Bildungsnetzwerk (RBN) zusammenarbeiten.

Deshalb haben sie vor genau zehn Jahren als Nachfolgeprojekt der damals auslaufenden „Selbstständigen Schule“ eine Institution ins Leben gerufen, um die bis dahin gesammelten Erfahrungen und Ressourcen zu sichern. Den Kooperationsvertrag unterzeichneten sämtliche Kommunen im Kreis Unna sowie weitere Partner wie Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen, VHS, Kreissportbund und das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung.

Sie alle haben ein gemeinsames Anliegen, das Sabine Fischer vom Bildungsbüro des Kreises Unna so formuliert: „Wir wollen Kinder bruchfrei durch ihre Bildungsbiografie bringen.“ Anders gesagt: Die Übergänge von der Kindertagesstätte zur Grundschule und dann über die weiterführende Schule bis in die Ausbildung oder ins Studium sollen glatt und reibungslos verlaufen.

Dafür hat das Netzwerk als ganz praktisches Ergebnis das Übergabeprotokoll entwickelt und kreisweit vereinheitlicht. Es ist zunächst eine Art Bescheinigung über den Entwicklungsstand des Kindes, später dann eine Empfehlung der Grundschule für die Art der weiterführenden Schule.

Auch im Feld der Inklusion ist das Netzwerk aktiv, hat etwa den kreisweiten Förderpreis ausgeschrieben. Dass die Bezirksschülervertretung Ideen ihre und Anregungen und die Planung des Schulbusverkehrs einbezogen wird, ist genauso ein Ergebnis des Netzwerkes wie auch die Gesprächsreihe „Mehr Licht“.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Netzwerkes trafen sich jetzt 70 Vertreter von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, der Kommunen sowie Schüler- und Elternvertreter auf Haus Opherdicke zu einer Bildungskonferenz mit Rückblick und Ausblick. Die Zielsetzung es Kooperationsvertrages soll auch weiterhin Bestand haben, das Netzwerk weiter ausgebaut werden, um die Potenziale in der heimischen Bildungsregion besser auszuschöpfen und zu vernetzen und die Schulen noch effektiver und effizienter zu unterstützen.

Das Regionale Bildungsnetzwerk ist die zentrale Anlaufstelle und zentraler Ansprechpartner in der Bildungsregion. Es bietet aktive Service- und Unterstützungsleistungen für alle Schulen, Kitas und weitere Netzwerkbeteiligten. Seine Hauptaufgaben sind die Koordination, Beratung und Organisation. Es ist mit verwaltungsfachlichem und pädagogischem Personal besetzt. 16 Personen bilden die Lenkungsgruppe. Kontakt über den Kreis Unna, Tel. (023 03) 27-10 97, E-Mail: maren.lethaus@kreis-unna.de
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