Klimaschutz: Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises Unna bekommen E-Bikes

dzDiensträder für Geistliche

Ein Teil des geplanten Mobilitätskonzepts des Evangelischen Kirchenkreises Unna wurde am Mittwoch in die Tat umgesetzt: 25 Pfarrerinnen und Pfarrer haben nun ihre Dienstfahrräder erhalten.

Kreis Unna

, 08.01.2020, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zum Dienst: Das möchten 25 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Kirchenkreis Unna ab sofort tun. Die Geistlichen haben am Montag auf dem Platz vor der Evangelischen Stadtkirche in Unna ihre „Kirchenräder“ erhalten. Diese sollen nun einen wichtigen Schritt in Richtung Umweltbewusstsein leisten.

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„Drei Dinge sind uns wichtig“, sagte Volker Rotthauwe, Umweltpfarrer der Evangelischen Kirche Westfalen, bei der Übergabe der elektrounterstützten Fahrräder: „Klimaschutz, Gesundheit und die Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde.“ Bei all diesen Punkten soll das E-Bike zum Einsatz kommen: Autokilometer sollen künftig eingespart werden, die Bewegung gefördert und die Nähe zu Gemeindemitgliedern verstärkt werden. „Vom Fahrrad kann man schneller mal absteigen und ins Gespräch kommen. Und man bleibt fit“, so Rotthauwe.

Klimaschutz: Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises Unna bekommen E-Bikes

Die Kirchenräder sind mit entsprechender Aufschrift auch als solche zu erkennen. © Udo Hennes

Deshalb möchte auch Carola Dietrich, Schulpfarrerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Königsborn, das Dienstrad künftig nutzen: „Im Sommer bin ich von Kamen aus fast immer mit meinem eigenen Rad gefahren. Von Tür zu Tür sind das etwa 40 Minuten. Ich hoffe, mit dem E-Bike ist es weniger anstrengend“, sagte sie.

Hälfte der Pfarrschaft steigt auf E-Bikes um

Auch Andreas Müller vom Evangelischen Kirchenkreis freute sich über die neuen Dienstfahrzeuge. „Das ist ein bisschen wie Weihnachten und Kindergeburtstag zugleich“, sagte er. Er ist sich sicher, dass die Klimaschutzinitiative der Evangelischen Landeskirche auch im Kreis Unna auf Begeisterung stößt: „Zumindest hat die Hälfte der Pfarrschaft angekündigt, auf die Räder umzusteigen.“

Ob die Räder auch tatsächlich häufig genutzt werden, soll nach einem Jahr abgefragt werden. „Dann sehen wir in der Bilanz, wie viele Kilometer mit dem Auto eingespart worden sind“, sagte Rotthauwe. Die gesteckten Ziele sind hoch, denn der Plan der Landeskirche ist, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden.

Finanziert wurden die Diensträder, deren Farbe und optische Gestaltung sich die Pfarrer und Pfarrerinnen selbst ausgesucht haben, gemeinschaftlich von der Evangelischen Landeskirche Westfalen und dem Evangelischen Kirchenkreis Unna. Die Versicherung und die Wartung der Räder übernimmt der Kirchenkreis.

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