Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der Kreis Unna bekommt Deutschlands erstes Mieterticket

Pilotprojekt von UKBS und VKU

UKBS und VKU koppeln Miete und Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr. Das Projekt ist in Deutschland einzigartig und läuft zunächst für zwei Jahre.

Kreis Unna

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Der Kreis Unna bekommt Deutschlands erstes Mieterticket

Das erste Mieterticket Deutschlands geht an Ralf Marx (3.v.r.). Der Neukamener ist aus Bremen in den Kreis Unna gezogen. Zu einem Stück Kuchen luden ihn im Anschluss noch (v.l.) Andreas Feld, Michael Makiolla, André Pieperjohanns, Matthias Fischer und Theo Rieke ein.

Neue Mieter der UKBS (Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft) bekommen mit ihrem Einzug ab sofort eine Monatskarte für den Bus. Der Erste ist Ralf Marx, er ist vor Kurzem aus Bremen in den Kreis Unna gezogen. „Das ist eine tolle Sache, so kann ich einfach in den Bus steigen und kann auch in den Abendstunden mal einen Nachtbus auf der Rückfahrt von einer Kulturveranstaltung nutzen“, freut sich der Neukamener über das Projekt mit Alleinstellungsmerkmal. „Dieses Projekt ist in dieser Form in Deutschland einmalig“, betont Landrat Michael Makiolla. „Wir wollen damit dazu beitragen, den Nahverkehr im Kreis Unna noch attraktiver zu machen“, erklärt André Pieperjohanns, Geschäftsführer der VKU (Verkehrsgesellschaft Kreis Unna) die Zusammenarbeit mit der UKBS. Deren Geschäftsführer, Matthias Fischer, ist von der sinnvollen Erweiterung des Mietvertrages überzeugt. „Wir schaffen damit einen echten Mehrwert und tragen zur Mobilität unserer Mieter bei.“ Gültig ist das Ticket für jeweils eine Person pro Haushalt und für Fahrten entsprechend der Preisstufe A. Das heißt: Freie Fahrt in der Heimatkommune.

Finanziert wird das Ticket nach dem Solidaritätsprinzip

Für das Ticket werden monatlich 9,49 Euro auf die Miete aller neuen UKBS-Kunden aufgeschlagen. Regulär würde die Monatskarte 46,56 Euro kosten. Wer ohnehin eine Monatskarte bräuchte, kann hier also richtig sparen. Wer eigentlich keine kaufen würde, bekommt sie trotzdem. „Wir hoffen, dadurch mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto mal stehen zu lassen“, so Makiolla.

Projekt zunächst für zwei Jahre vorgesehen

Das „MieterTicket“ ist zunächst auf zwei Jahre angesetzt, danach wird ausgewertet. Ausgenommen sind zunächst noch Mieter von öffentlich geförderten Wohnungen. Hier lässt sich das Ticket nicht einfach auf die Miete aufschlagen, dazu brauche es noch eine eigene Regelung, um das über die Nebenkosten zu machen, erklärt Andreas Feld. Er hatte die Idee zum Mieterticket vor knapp zehn Jahren und ist zuversichtlich, dass sich auch dafür rasch eine Lösung finden werde. Zumal ja auch und gerade Mieter der Sozialwohnungen von dem Ticket profitieren sollen.

Modellprojekt soll Schule machen

Das Modellprojekt sei zwar zunächst mit der UKBS geplant, aber steht auch anderen Wohnungsgesellschaften offen, fügt Landrat Makiolla hinzu. Anfragen seien gern gesehen.

Lesen Sie jetzt