Coronavirus: Zweiter Todesfall im Kreis Unna

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Im Kreis Unna gibt es einen zweiten Todesfall, der in Verbindung mit dem Coronavirus steht. Eine 87-jährige Frau aus Fröndenberg, die am 27. März verstarb, ist positiv getestet worden.

Fröndenberg

, 28.03.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erneute traurige Nachricht: Im Kreis Unna gibt es einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu beklagen. Es handelt sich um eine Frau aus Fröndenberg (Jahrgang 1932). Die teilte der Kreis Unna am späten Samstagnachmittag mit.

Die Verstorbene lebte seit Anfang Dezember 2019 in der gleichen Fröndenberger Pflegeeinrichtung, in der auch der Mann lebte, der am 25. März verstarb und ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Die Frau war am 23. März wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes in ein Mendener Krankenhaus eingeliefert worden. Dort verstarb sie am Freitag, 27. März.

Wie der Kreis Unna mitteilt, war das erste Covid-19-Testergebnis eines Tests, der bei Aufnahme der Frau im Krankenhaus gemacht wurde, zunächst negativ. Allerdings habe sich der Zustand der unter Vorerkrankungen leidenden und zur Risikogruppe mit den schweren Verläufen gehörenden Patientin mit Corona-typischen Symptomen akut verschlechtert. Deshalb wurde ein erneuter Abstrich vorgenommen. Das positive Testergebnis liegt dem Kreis seit dem heutigen Samstag, 28. März, vor.

Zwei weitere Bewohner des Heims positiv getestet

Mit der verstorbenen 87-Jährigen sind in der Fröndenberger Einrichtung nun zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen.

Zwei weitere Bewohner wurden ebenfalls positiv getestet und sind stationär untergebracht. Auch vor diesem Hintergrund hat die Gesundheitsbehörde des Kreises weitere Maßnahmen veranlasst. Ein Amtsarzt hat am Samstag (28. März) gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes in enger Absprache mit der Geschäftsführung eine sogenannte ärztliche Sichtung vorgenommen.

Dabei ging es insbesondere darum, Bewohner mit einschlägigen Symptomen zu identifizieren, Abstriche vorzunehmen und labortechnisch möglichst zeitnah untersuchen zu lassen. Außerdem geht es um die weitere Isolierung von ermittelten Kontaktpersonen und natürlich auch um den Schutz der Beschäftigten durch entsprechende Schutzmaßnahmen - insbesondere Masken und Schutzkleidung.

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