Coronavirus: Wertstoffhöfe im Kreis Unna öffnen wieder – mit strengen Regeln

Corona-Pandemie

Die Schließung der Wertstoffhöfe im Kreis Unna wird am Freitag (27. März) aufgehoben. Auch, um einer steigenden Zahl wilder Müllkippen entgegenzuwirken. Es gelten aber strenge Regeln.

Kreis Unna

, 26.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Revierförster Matthias Müller zeigt eine wilde Müllkippe in Fröndenberg.

Revierförster Matthias Müller zeigt eine wilde Müllkippe in Fröndenberg. Die Schließung der Wertstoffhöfe hat offenbar dazu geführt, dass mehr Menschen ihre Grünabfälle aus dem Garten illegal entsorgen. Deshalb werden sie nun wieder geöffnet. © Hornung

Wüste Ansammlungen von Grünschnitt und anderen Gartenabfällen in freier Natur haben in den vergangenen Tagen nicht nur Naturschützer alarmiert. Offenbar hat die Schließung der Wertstoffhöfe im Kreisgebiet dazu geführt, dass mehr Menschen ihren Unrat auf wilden Müllkippen entsorgen – auf Kosten der Natur und jedes Steuerzahlers.

Trend zu wilden Müllkippen soll gestoppt werden

Um diesem bedenklichen Trend entgegenzuwirken, wird die kreiseigene Abfallgesellschaft GWA die Wertstoffhöfe ab Freitag, 27. März, wieder öffnen. Zumindest gilt das für die Abgabestellen in Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Bönen und Werne. In Unna ist der Wertstoffhof bereits seit Donnerstag, 26. März, wieder geöffnet. Es gelten die üblichen Öffnungszeiten, ausschließlich für die Bürger der jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

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In der vergangenen Woche waren die Wertstoffhöfe zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden vor der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend geschlossen worden. „Da viele Bürgerinnen und Bürger gerade jetzt im Frühling vor allem viel Grün- und Strauchschnitt entsorgen müssen, wollen die Kommunen vorrangig dafür Abgabemöglichkeiten einrichten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Kampf gegen das Virus sollen Kunden der Wertstoffhöfe von nun an folgende Hinweise beachten:

  • Die Anzahl der Kunden auf dem jeweiligen Wertstoffhof wird begrenzt. Es ist deshalb mit Wartezeiten zu rechnen.
  • Angenommen wird vorrangig Grün- und Strauchschnitt.
  • Die Kunden sollen möglichst bargeldlos, im Idealfall kontaktlos bezahlen.
  • Der Personalausweis und die Berechtigungskarte für den Wertstoffhof (dort, wo erforderlich; siehe Abfallkalender) sind mitzuführen und auf Aufforderung vorzuzeigen.

Alle Kommunen und die GWA planen, die Öffnung dauerhaft aufrecht zu erhalten. Sie behalten sich aber auch abhängig vom Ablauf vor Ort vor, die Annahmestellen wieder ganz oder teilweise zu schließen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Appell an die Kunden: Bitte kein Massenandrang

Alle Kunden werden deshalb gebeten, zu einem geordneten Ablauf beizutragen und nicht alle in den ersten Tagen zu den wieder geöffneten Annahmestellen zu kommen.

Die Kommunen und die GWA bitten weiterhin alle Kunden um Verständnis für die Einschränkungen in der besonderen und allen bekannten Lage.

Welcher Wertstoffhof wann geöffnet hat, steht unter www.gwa-online.de.
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