Coronavirus sorgt für Ausnahmezustand im Tierheim Unna

dzTierheim Unna

Der Betrieb des Kreistierheims muss gesichert sein – selbst für den Fall einer Corona-Infektion. Das haben sich die Mitarbeiter auf die Fahnen geschrieben. Und sie gehen ungewöhnliche Wege.

Unna

, 21.03.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon seit mehreren Wochen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zwei völlig voneinander getrennten Schichten, ohne persönlichen Kontakt zueinander. „Der Betrieb muss gesichert sein. Wer soll denn sonst die Tiere versorgen?“, macht eine Mitarbeiterin deutlich, dass selbst im Falle einer Corona-Infektion im Team eine Lösung da sein soll.

Erkrankt also eine Person aus Schicht 1, müsste diese Gruppe komplett in Quarantäne. Die andere Schicht würde dann aber den Betrieb aufrecht erhalten können. Für den Publikumsverkehr ist das Tierheim aktuell ohnehin geschlossen, weder Hunde noch Katzen werden vermittelt.

Gassigänge sollen vorerst bleiben

Immerhin können die Ehrenamtlichen, die mit Hunden Gassigänge unternehmen, dies zumindest aktuell noch tun. Es gibt strenge Vorgaben. So müssen Mindestabstände eingehalten werden. Wer Symptome einer Erkältung zeigt, soll nicht mit den Tieren laufen. Die Ehrenamtlichen seien aber so verantwortungsvoll, dass sie dies ohnehin nicht täten, erklärte die Tierheim-Mitarbeiterin.

Die Gassigänge sollen solange wie möglich aufrechterhalten werden, denn die Ehrenamtlichen nehmen dem ohnehin stark belasteten Team Arbeit ab. Im Tierheim gelten ohnehin hohe Hygienestandards, da es ja ohnehin immer auch Tiere geben kann, die Zoonosen haben – also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind.

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