Coronavirus: Regionale Behandlungszentren nehmen ihre Arbeit auf

dzCorona-Patienten

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zentralisiert die Behandlung von Corona-Patienten. Das soll auch zu einer Entlastung bei den niedergelassenen Ärzten sorgen.

Unna

, 26.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die ambulante ärztliche Behandlung von Coronavirus-Patienten und Verdachtsfällen wird in Westfalen-Lippe weiter zentralisiert. Bislang wurden in 35 Diagnosezentren, die innerhalb weniger Tage von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten eingerichtet wurden, ausschließlich die Abstriche und Testungen auf das Vorliegen einer Corona-Infektion durchgeführt.

Standort

Nur wenige Adressen bekannt

  • Bislang sind nur wenige Standorte für die Behandlungszentren bekannt. Die KVWL führt auf ihrer Homepage eine Liste, die sie ständig aktualisert.
  • In unserer Region befindet sich das Corona-Behandlungszentrum am Klinikum Dortmund, Parkplatz Klinikzentrum Nord, Beethovenstraße/Schützenstraße, 44147 Dortmund. Geöffnet ist es montags bis freitags von 8.30 bis 19.30 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Behandlungszentren übernehmen Versorgung

In diesen Tagen übernehmen nun nach und nach die in Westfalen-Lippe neu eingerichteten Behandlungszentren der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die weitere Versorgung von Coronavirus-Patienten sowie von Patienten mit entsprechenden Symptomen. An einigen Standorten werden Diagnosezentren auch zu Behandlungszentren ausgebaut.

Stichwort

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

  • Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, abgekürzt KVWL, vertritt die Interessen von mehr als 15.000 niedergelassenen Vertragsärzten und -psychotherapeuten im Landesteil Westfalen-Lippe.
  • Für ihre Mitglieder schließt die KVWL Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen, rechnet die Leistungen ab und verteilt das Honorar an die Ärzte und Psychotherapeuten.
  • Für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet die KVWL eine am Bedarf orientierte, wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung von hoher Qualität.

In den Zentren wird die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt und es wird entschieden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso erhalten die Patienten in den Zentren die notwendigen Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit.

Angebot nur für Corona-Betroffene

Die neuen Behandlungsstrukturen richten sich ausschließlich an diejenigen Patienten, die Symptome einer Coronavirus-Infektion oder einer Atemwegserkrankung aufweisen. „Wir müssen die Behandlung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen konzentrieren“, erläutert Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender der KVWL.

„In dieser besonderen Situation ist vor allem neues Denken gefordert, auch in unseren Behandlungszentren.“
Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender KVWL

„In dieser besonderen Situation ist vor allem neues Denken gefordert, auch in unseren Behandlungszentren. Mit den neuen Strukturen können wir unsere Kapazitäten bündeln, wir bieten den Bürgern eine sichere Anlaufstelle und wir entlasten die Arztpraxen mit ihrer Versorgung der nicht-infektiösen Patienten.“

Für den KV-Vorsitzenden Spelmeyer ist die Errichtung der Behandlungszentren ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Infektion.

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte haben in den letzten Wochen Großartiges geleistet. Nirgendwo fehlt es an freiwilligen Medizinern und Medizinischen Fachangestellten aus den Praxen.“

Mehr als 1000 Mediziner melden sich

Allein in einer Woche, so Spelmeyer, hätten sich mehr als 1.000 Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinische Fachangestellte zum Einsatz in den Behandlungszentren gemeldet.

Jetzt lesen

Westfalens niedergelassene Ärzte unterstützen die Gesundheitsämter, testen auf Infektionen in den improvisierten Diagnosezentren, besetzen die Behandlungszentren für Infizierte.

Informationen erhalten Bürgerinnen und Bürger unter der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 oder im Internet unter www.kvwl.de/coronavirus.
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