Coronavirus im Schmallenbach-Haus: Es regiert das Prinzip Hoffnung

dzPandemie

Die Corona-Pandemie hat das Schmallenbach-Haus in Fröndenberg hart getroffen. 55 Bewohner und 31 Pflegekräfte sind infiziert. Doch die jüngsten Entwicklungen machen Hoffnung.

Unna

, 09.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Schmallenbach-Haus auf dem Hirschberg in Fröndenberg hat harte Tage und Wochen hinter sich. Das Coronavirus, das mit macht über das Alten- und Pflegeheim in Fröndenberg hereingebrochen ist, schien zeitweise unbesiegbar. Doch jetzt regiert auf dem Hirschberg wieder die Hoffnung: die, dass das Schlimmste überstanden ist.

Die bisherige Bilanz klingt wenig ermutigend: Sechs Menschen, die im Schmallenbach-Haus lebten, sind verstorben. Und angesichts 20 weiterer Frauen und Männer, die aktuell stationär in Krankenhäusern behandelt werden, bleibt die Sorge, dass weitere Tote zu beklagen sind. 54 Bewohner des Schmallenbach-Hauses sind oder waren infiziert, einer im Haus Hubertia in der Stadtmitte. Hinzu kommen 31 infizierte Pflegekräfte.

Testergebnisse bringen neue Zuversicht

Doch weil viele der zuletzt noch offenen Corona-Tests negativ ausfielen, wächst auch bei Geschäftsführer Heinz Fleck die Zuversicht. „Wir sind optimistisch, dass wir das Virus im Haus 1 gehalten haben und es nicht auf die anderen Häuser übergesprungen ist“, sagt Fleck. „Eine Handvoll Testergebnisse von Mitarbeitern“ stehe noch aus. Dass eine Panne bei der Testung die Wartezeit unnötig verlängerte, nimmt er offenbar gelassen.

Fleck wünscht sich nichts mehr, als dass die Infizierten das Virus besiegen. Das gilt für die betroffenen Seniorinnen und Senioren ebenso wie für das Personal. „Einige sind schon wieder fitter und ich habe die Hoffnung, dass sich das weiter bessert“, sagt Fleck. Bis wieder so etwas wie Normalität in Fröndenberg einkehrt, ist es aber noch ein weiter Weg.

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