Coronavirus im Schmallenbach-Haus eingedämmt – Weiterer Todesfall – Panne bei Tests

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Im Schmallenbach-Haus in Fröndenberg gibt es nun einen fast vollständigen Überblick über das Ausmaß der Corona-Infektionen. Die meisten ausstehenden Testergebnisse sind da. Eine weitere Bewohnerin ist gestorben.

Fröndenberg

, 08.04.2020, 15:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat sich offenbar nicht weiter als bislang bekannt im Schmallenbach-Haus in Fröndenberg ausgeweitet. Der Leiter des Kreisgesundheitsamts, Josef Merfels, gab am Mittwoch bekannt, dass die meisten ausstehenden Testergebnisse da sind. Demnach sind insgesamt 54 Bewohner des Standorts auf dem Hirschberg sowie ein Bewohner aus dem Standort Haus Hubertia positiv getestet worden, so die Bilanz. Dazu kommen 31 infizierte Pflegekräfte.

Der Chef des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz äußerte sich während einer Pressekonferenz, in der Landrat Michael Makiolla sich zur Lage im Kreis Unna äußerte. Die neu hinzugekommenen positiven Tests im Schmallenbach-Haus lassen sich an einer Hand abzählen – anders als der Sprung am Wochenende, der Fröndenberg zum neuen „Hotspot“ der Coronavirus-Infektionen im Kreis werden ließ. Insgesamt hatten Ärzte des Gesundheitsamts, unterstützt von Freiwilligen des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr, Abstriche bei rund 250 Bewohnern und 400 Mitarbeitern genommen.

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Sechster Todesfall zu beklagen

Erst nach der Pressekonferenz wurde bekannt, dass es im Schmallenbach-Haus einen sechsten Todesfall zu beklagen gibt. Eine 83-jährige Frau starb mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neuartige Sars-CoV-2-Virus hervorgerufen wird. Das Schmallenbach-Haus mit dem Seniorenzentrum auf dem Hirschberg sowie dem Schwesterhaus Hubertia an der Karl-Wildschütz-Straße sind seit 31. März unter Quarantäne. Sechs Bewohner sind seit 25. März im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

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Panne bei Coronatests

Bei den Coronatests kam es den Angaben zufolge zu einer Panne. Bei 150 Menschen musste der Test wiederholt werden, weil zunächst falsche Teströhrchen geliefert und verwendet worden waren. Das vollständige Bild ergab sich deshalb im „Schmalli“ erst später als erwartet.

Testwiederholung auch im Hans-Jürgen-Janzen-Haus

Auch im Hans-Jürgen-Janzen-Haus in Frömern waren Tests unter Bewohnern und Mitarbeitern unbrauchbar. „Das ist mehr als ärgerlich“, sagte Fabian Tigges von der Diakonie Ruhr-Mark. Er geht davon aus, dass die Tests am Donnerstag (8. April) wiederholt werden. Die Senioreneinrichtung mit 27 Bewohnern steht ebenfalls unter Quarantäne, nachdem zunächst zwei Frauen mit Covid-19-Symptomen ins Krankenhaus gebracht worden waren.

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