Covid-19-Patient wird in streng isoliertem Bereich in Unna stationär behandelt

dzKrankenhäuser

Mit Coronavirus-Patienten haben auch die Krankenhäuser in Unna und Kamen zu tun. Stationär behandelt wird aktuell (Stand 27. März) jedoch nur ein Patient im Katharinen-Hospital.

Unna

, 28.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachricht, dass kartellrechtlich nichts gegen eine Fusion von Katharinen-Hospital und Evangelischem Krankenhaus Unna spricht, sorgte in dieser Woche für Freude. Ein positives Signal in Zeiten, in denen die Beschäftigten in den Kliniken in höchstem Maße gefordert sind.

Denn in beiden Kliniken dominiert im Moment nicht die Frage der Fusion. Das Coronavirus verlangt höchste Aufmerksamkeit, richtiges Handeln und eine gute Vorbereitung. Wenn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der „Ruhe vor dem Sturm“ spricht, dann zeigt das, was auch den Kliniken im Kreis Unna noch bevorstehen könnte.

Jetzt lesen

Die größte Hoffnung ist natürlich dass es nach dem ersten Todesfall im Kreis Unna, der im Zusammenhang mit dem Coronavirus steht, nicht zu weiteren Toten kommt. Ein 84-jähriger Fröndenberger war im St.-Vincenz-Krankenhaus in Menden verstorben.

Corona-Patient nicht auf Intensivstation

Wie aber sieht es an den Kliniken in Unna und Kamen aus? Aktuell wird nur ein Covid-19-Patient stationär behandelt. Er liegt im Katharinen-Hospital in einem streng isolierten Stationsbereich, aber nicht auf der Intensivstation.

Pressesprecherin Karin Riedel erklärt: „In den vergangenen Tagen haben wir stationär immer wieder Patienten versorgt, die Verdachtsfälle Covid-19 waren. Die meisten Testergebnisse waren negativ, einzelne positiv getestete Patienten konnten aufgrund der leichten Symptomatik wieder in häusliche Quarantäne entlassen werden.“

Noch keine positiven Befunde am EK und in Kamen

Noch keine positiven Befunde gab es am EK Unna. „Bis heute suchen uns immer wieder Patienten mit Symptomen auf, die auf Corona hindeuten können. Bei diesen Patienten durchgeführte Testungen waren bisher negativ“, teilte Pressesprecherin Bettina Szallies mit. „Bis heute haben wir keinen positiv getesteten Patienten im Haus gehabt. Es wurden diesbezüglich auch keine Patienten in andere Einrichtungen verlegt.“

Jetzt lesen

Am Hellmig-Krankenhaus in Kamen wurden in der gesamten Woche keine am Coronavirus erkrankten Menschen behandelt. „Am Freitag, 20. März, ist ein Patient mit Corona-Verdacht über die Zentrale Notaufnahme ins Haus gekommen und direkt in das Knappschaftskrankenhaus Dortmund überführt worden. Hier wurde er dann positiv getestet“, weiß die stellvertretende Sprecherin des Klinikums Westfalen Susanne Janecke zu berichten.

Vorbereitet auf viele Corona-Patienten

So positiv sich das Bild insgesamt darstellt, so sehr sind aber auch alle Kliniken darauf vorbereitet, dass sich die Situation verschärfen könnte. Überall wurden nicht zwingend notwendige Operationen abgesagt. „Es bestehen (...) große freie Kapazitäten für einen möglichen Ansturm an Corona-Patienten“, teilt das Katharinen-Hospital mit. Ähnlich äußert sich das EK. Für das Hellmig-Krankenhaus erklärt Susanne Janecke: „Wir konnten bereits eine komplette Station freiziehen. Weitere freie Betten stehen zur Verfügung und können bei Bedarf zusammengelegt werden.“

An die neue Situation gewöhnt haben sich auch die Angehörigen von Patienten, die für das Besuchsverbot überall Verständnis haben. „Das vor dem Eingang eingesetzte Sicherheitspersonal erklärt die Maßnahmen und ihre Bedeutung für den Schutz von Patienten und Mitarbeitern“, sagt Janecke. Das EK Unna hat ebenso wie das Katharinen-Hospital am zentralen Eingang einen Hol- und Bringdienst eingerichtet. Angehörige können dort Wäsche und Kleidung für Patienten abgeben und auch wieder mitnehmen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Kultur im Kreis Unna
Wann Kinos und Theater im Kreis Unna wieder öffnen – ein aktueller Überblick
Hellweger Anzeiger Corona-Tests
Corona-Patient im Krankenhaus: Im Schmallenbach-Haus schrillen erneut die Alarmglocken