Coronavirus: Bayer Bergkamen hilft dem Kreis mit Desinfektionsmittel aus

Schutz vor Infektion

In den Zeiten des Coronavirus wird allerorten das Desinfektionsmittel knapp. Da ist es gut, dass in Bergkamen ein Werk des Bayer-Konzerns steht, das über den notwendigen Rohstoff verfügt.

Kreis Unna

, 01.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bayer-Mitarbeiter Wilfried Hannemann lagert 26 Kanister mit Desinfektionsmittel im Magazin ein. Der Kreis Unna erhielt eine noch etwas größere Menge.

Bayer-Mitarbeiter Wilfried Hannemann lagert 26 Kanister mit Desinfektionsmittel im Magazin ein. Der Kreis Unna erhielt eine noch etwas größere Menge. In Zeiten des Coronavirus eine überaus wertvolle Lieferung. © Bayer AG

Das Bayer-Werk in Bergkamen verfügt über Isopropanol. Diese alkoholische Verbindung ist in der Corona-Krise ziemlich wichtig: als wesentlicher Bestandteil vieler Desinfektionsmittel. An denen herrscht derzeit großer Mangel, weshalb sich der Kreis Unna hilfesuchend an Bayer wandte.

Bayer hat den Rohstoff, stellt das Mittel aber nicht selbst her

Bayer hat den Rohstoff, kann das Mittel aber nicht selbst herstellen. Deshalb organisierte das Unternehmen einen Transport von 700 Liter Isopropanol nach Iserlohn. Dort ist ein Unternehmen ansässig, das über eine amtliche Herstellerlaubnis für Desinfektionsmittel verfügt, wie Bayer-Werksprecher Martin Pape berichtet.

Um das Isopropanol ins Sauerland zu bringen, war ein gewisser Aufwand nötig. So mussten die Bayer-Mitarbeiter nicht nur den Bestand und Bedarf im eigenen Werk klären, sondern auch eine Gefahrgut-Verpackung und die Papiere für einen entsprechenden Transport vorbereiten. Das funktionierte reibungslos.

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So standen schon kurze Zeit später 1000 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung. „Etwas mehr als die Hälfte erhielt der Kreis Unna, der Rest ging an Bayer“, berichtete Pape. Für die Produktionskosten kam der Kreis auf, immerhin hatte Bayer ja den wichtigen Rohstoff zur Verfügung gestellt.

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