Corona-Tests in Unna am Wochenende ohne Umweg über Hausarzt möglich

dzSonderregelung

Husten, Schnupfen, Fieber – bei coronatypischen Symptomen können sich Patienten feiertags und an Wochenenden direkt an die Teststelle in Unna wenden. An anderen Tagen müssen sie erst zum Hausarzt.

Kreis Unna

, 02.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Plötzlich krank am Feiertag oder am Wochenende – und die Arztpraxen sind geschlossen. Wer dann einen Arzt konsultieren will, ist außerhalb der üblichen Praxiszeiten in der kassenärztlichen Notfallpraxis am Katharinen-Hospital in Unna an der richtigen Adresse. Patienten können dort in der Regel ohne vorherige Anmeldung vorstellig werden – es sei denn, sie leiden unter einer Atemwegserkrankung.

Husten, Fieber und Schnupfen gehören zu den häufigsten Symptomen einer Covid-19-Erkrankung. Wer diese Krankheitszeichen bei sich feststellt, Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, soll nach den geltenden Empfehlungen keine Arztpraxis betreten, ohne vorher für eine Abklärung anzurufen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt unter der Woche ebenso wie an Wochenenden und Feiertagen.

Coronavirus

Wo sind Teststellen?

  • Es gibt drei Corona-Teststellen der KVWL im Kreis Unna: in Schwerte (Goethestraße 19, seit 23. März), Lünen (Altstadtstraße 23, seit 7. April) und in Unna (Mozartstraße 26, seit 8. April). Kontaktaufnahme über den Hausarzt, außer am Wochenende und feiertags: (02303) 100-28 93.
  • Das Kreisgesundheitsamt betreibt keine Teststelle mehr, seit die KVWL ihr Teststellennetz aufgebaut hat, führt aber folgende Tests durch: Nachtests für Pflege- und Medizinpersonal, Tests für Einzelpersonen, die keine Teststelle aufsuchen können (z.B. „systemrelevantes Personal“); Tests in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Kitas und Schulen, sofern erforderlich. Kontaktaufnahme über das Infotelefon des Kreises Unna: Tel. 08 00/1 02 02 05

Während mögliche Corona-Erkrankte unter der Woche direkt ihren Hausarzt zu den Öffnungszeiten kontaktieren können, liegt es nahe, am Wochenende, wenn die Praxen nicht besetzt sind, die Nummer des hausärztlichen Notdienstes zu wählen. Dieser ist einheitlich unter Tel. 116 117 zu erreichen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) weist aber in einer Übersicht ihrer Corona-Behandlungszentren auf eine Unnaer Sonderregelung am Wochenende hin:

Das Corona-Behandlungszentrum in Unna kann an Wochenenden ausnahmsweise direkt kontaktiert werden. Die Teststelle ist samstags und sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet, was auch für Feiertage gilt. Das CBZ befindet sich im Familien-Forum Katharina an der Mozartstraße 26 neben dem Katharinen-Hospital in Unna und ist unter Tel. (02303) 100-28 93 erreichbar.

Die Sonderregelung war erstmals für die Ostertage angekündigt worden. Dass es sich dabei nicht um eine einmalige Regelung handelt, sondern eine grundsätzliche für Wochenenden und Feiertagen, hat Dr. Prosper Rodewyk von der KVWL auf Anfrage bestätigt.

Jetzt lesen

Weiterhin gilt für alle anderen Tage: Der Patient wird vom behandelnden Arzt, vom ärztlichen Notfalldienst, vom Gesundheitsamt oder von einer Krankenhausambulanz per E-Mail im CBZ angemeldet, das dem Patienten dann per SMS oder telefonisch einen Termin mitteilt. „Der Hausarzt wird den Patienten bei einem Corona-Verdachtsfall in der Regel an das neu eingerichtete Corona-Behandlungszentrum in Unna verweisen“, heißt es auf der KVWL-Übersicht. Das CBZ Unna testet täglich zwischen 12 und 20 Menschen. Leiter Dr. Rodewyk hat gewarnt, Covid-19 zu unterschätzen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Spendenaktion
Corona bremst die Hilfsbereitschaft nicht: Der Kreis Unna packt Geschenke für Bedürftige
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
R2D2 blitzt nicht mehr: Corona sorgt für Bußgeld-Ausfälle in Millionenhöhe
Hellweger Anzeiger Einkommensvergleich
Armes Bergkamen: Bergbau-Stadt ist Schlusslicht beim Einkommen im Kreis Unna
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Wieso Schüler trotz der Corona-Krise optimistisch auf ihren Berufsstart schauen können
Hellweger Anzeiger ZDF-Sendung
Aktenzeichen XY: Fahrzeug mit UN-Kennzeichen spielte eine Rolle im Teppichhändler-Fall