Corona-Testergebnisse aus Schlachthof in Unna liegen vor

dzLandesweite Kontrollen

Die Ergebnisse der Corona-Tests unter den Beschäftigten des Schlachthofs Unna sind da. Der Geschäftsführer sieht sich durch die Kontrollen des Kreisgesundheitsamts bestätigt.

Unna

, 12.05.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Vergleich zu Fleischfabrik-Riesen im Münsterland und in Ostwestfalen ist der Schlachthof Unna ein Zwerg: Knapp 50 Mitarbeiter sind bei der familiengeführten FVV Jedowski Unna mbH im Indupark beschäftigt.

Zum Vergleich: Marktführer Tönnies beschäftigt 6500 Menschen in Gütersloh; Westfleisch rund 1200 Menschen in Coesfeld und 600 in Hamm.

Nach der Häufung von Corona-Fällen unter Westfleisch-Mitarbeitern hatte die Landesregierung flächendeckende Corona-Tests in fleischverarbeitenden Betrieben in NRW veranlasst, darunter auch der Schlachthof Unna.

Nun liegt das vollständige Ergebnis der Unnaer Kontrolle vor: Alle Mitarbeiter vom Metzger über den Zerleger bis hin zum Chef wurden nach Unternehmensangaben negativ getestet.

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Der Schlachthof Unna bestätigte am Dienstag, dass unter den Mitarbeitern kein Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde. „Alle Tests sind negativ“, sagte Mathias Jedowski, Assistent der Geschäftsführung. Das Gesundheitsamt hatte die Tests am Freitag und am Montag durchgeführt.

Bereits am Montag hatte Behördensprecherin Constanze Rauert erklärt, dass „gut 30 Tests“ negativ seien und die Ergebnisse von „knapp 20 Tests“ noch ausständen. Jetzt ist das Bild komplett. Demnach sind 33 Tests vom Freitag und 18 vom Montag negativ, also insgesamt 51, wie Rauert am Dienstag sagte.

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Der Familienbetrieb Jedowski – nach eigenen Angaben mit heimischen Angestellten statt auswärtigen Beschäftigten mit Werkverträgen – legt Wert darauf, nicht mit Fleischfabriken wie Tönnies und Westfleisch und deren Geschäftsgebaren verwechselt zu werden.

Das Fleisch der in Unna geschlachteten Tiere landet nicht bei Supermärkten und Discountern, sondern in den Theken heimischer Fleischereifachgeschäfte wie zum Beispiel Flechsig (Kamen), Weljehausen (Holzwickede) und Rafalcik (Fröndenberg) beziehungsweise wird über Anbauverbände wie Bioland oder Neuland vermarktet.

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