CDU-Kreisvorsitzender wählte Merz - und hofft nun auf Kramp-Karrenbauer

Neue CDU-Chefin

Der Dreikampf um die CDU-Spitze ist zugunsten von Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden. Der CDU-Chef im Kreis Unna hätte sich einen anderen Wahlausgang gewünscht, hofft aber nun auf „AKK“.

Kreis Unna

, 10.12.2018 / Lesedauer: 2 min
CDU-Kreisvorsitzender wählte Merz - und hofft nun auf Kramp-Karrenbauer

Annika Dresen, Heinrich Böckelühr, Hubert Hüppe, Ina Scharrenbach und Marco Morten Pufke (v.l.) vertraten die CDU aus dem Kreis Unna beim Bundesparteitag in Hamburg. © CDU Kreis Unna

„Frau Kramp-Karrenbauer ist ganz sicher eine gute Vorsitzende.“ Mit diesem Satz lässt sich der CDU-Kreisvorsitzende Marco Morten Pufke in einer Pressemitteilung zitieren. Auf Nachfrage unserer Redaktion begründet Pufke diese Einschätzung damit, dass „AKK“ die bürgerliche Mitte repräsentiere. Er traue ihr zu, die unterschiedlichen Flügel und Strömungen in der Volkspartei CDU wieder zusammenzuführen.

Markenkern stärken

Schwerpunkte müssten dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sein. „Da muss nun ein für alle Mal geklärt werden, wie sich die CDU aufstellen will“, sagt Pufke und erinnert daran, dass das Thema Innere Sicherheit zum Markenkern der CDU gehöre, seit der Flüchtlingskrise 2015 aber in der Wahrnehmung vieler Wähler abhanden gekommen sei.

„AKK“ soll Flügel zusammenführen

Zugleich sagt Pufke offen, dass er beim Bundesparteitag in Hamburg nicht Kramp-Karrenbauer, sondern Friedrich Merz gewählt habe, „weil er den konservativen und wirtschaftsliberalen Markenkern besser anspricht“. Doch auch von Kramp-Karrenbauer erwarte er, diese Felder zu stärken und damit Akzente gegenüber Angela Merkel zu setzen. Im Vergleich mit Friedrich Merz habe „AKK“ vielleicht den Vorteil, dass sie die Volkspartei mit ihrem Politikstil eher wieder einen könne.

Merz irgendwie einbinden

Trotzdem hofft Pufke, dass der Sauerländer Merz auch nach seiner Wahlniederlage an verantwortungsvoller Stelle eingebunden werden kann. Er räumt freilich auch ein, dass ihm aktuell die Fantasie fehle, an welcher Stelle das sein könne. Pufke wörtlich: „Ich hätte mich gefreut, wenn er sich für ein Parteiamt zur Verfügung gestellt hätte. Ich sehe ihn aber nicht als Wirtschaftsminister unter Merkel. Er ist kein Typ für die zweite Reihe.“

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