Besserer Sozialer Arbeitsmarkt für den Kreis Unna: Kaczmarek gibt sich zuversichtlich

dzSozialer Arbeitsmarkt

Wohlfahrtsverbände, Träger von geförderter Beschäftigung, Politiker: Viele kämpfen gerade um ein besseres Ergebnis beim Sozialen Arbeitsmarkt für den Kreis Unna. Auch Oliver Kaczmarek.

Kreis Unna

, 12.10.2018, 11:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der heimische Bundestagsabgeordnete von der SPD hat in Berlin mit seinem Parteikollegen Hubertus Heil, dem Bundesarbeitsminister, über die Angelegenheit gesprochen, um die besonderen Bedürfnisse des Kreises Unna deutlich zu machen. Der Kreis ist Vorreiter beim Programm Soziale Teilhabe, das Ende des Jahres ausläuft, hat über 600 Plätze besetzt. Im Sozialen Arbeitsmarkt soll er nur noch 240 Plätze erhalten – eine eindeutige Schieflage.

„Große Übereinstimmungen“ mit Heil

Kaczmarek berichtet nach dem Gespräch mit Heil nun von „großen Übereinstimmungen“. Dem Arbeitsminister sei daran gelegen, dass das Instrument Sozialer Arbeitsmarkt ein Erfolg werde und ihm sei auch bewusst, dass die Bedarfe im Ruhrgebiet größer seien als in anderen Regionen des Landes. „Außerdem weiß er, dass wir im Kreis Unna eine besondere Verantwortung übernommen haben mit der Sozialen Teilhabe. Wir haben viel Energie investiert, um die Plätze besetzt zu kriegen“, so Kaczmarek weiter.

„Kein Gesetz verlässt das Parlament so, wie es hineingekommen ist.“
Oliver Kaczmarek

Daraus zu folgern, dass die vom Kreis gewünschten Änderungen etwa bei der Platzzahl oder den Zugangsvoraussetzungen durchkommen, wäre freilich verfrüht. Es gebe schließlich mit CDU und CSU auch noch einen Koalitionspartner, mit dem verhandelt werden müsse, so Oliver Kaczmarek.

Nach der ersten Lesung des Gesetzentwurfes am Donnerstag soll er in der übernächsten Woche im Fachausschuss beraten werden. Bis Anfang November, so schätzt der heimische Abgeordnete, werde dann Klarheit bestehen. „Die brauchen wir dann auch, weil die Arbeitsverträge in der Sozialen Teilhabe ja auslaufen“, sagt Kaczmarek.

Schulterschluss mit den anderen Abgeordneten aus dem Ruhrgebiet

Mit den übrigen 16 Ruhrgebietsabgeordneten aus den Reihen der SPD hat er sich übrigens zusammengeschlossen, um in der Sache mehr Gewicht zu erlangen. Dass es zu Änderungen kommt, da gibt Kaczmarek sich zuversichtlich und zitiert eine alte Politiker-Weisheit: „Kein Gesetz verlässt das Parlament so, wie es hineingekommen ist.“

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