Arbeitslosenquote sinkt wieder unter 7-Prozent-Marke

dzArbeitsmarkt Kreis Unna

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna ist weiter im Aufschwung: Die Arbeitslosenquote ist im März wieder unter die Marke von sieben Prozent gerutscht. Und es ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.

Kreis Unna

, 29.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist noch gar nicht so lange her, da kratzte die Arbeitslosenquote im Kreis Unna an der 10-Prozent-Marke – eine Langzeitfolge des Strukturwandels, den das Revier seit dem Wegfall der Montanindustrie durchlebt hat. Nun also reiht sich eine Positivmeldung an die andere. Wenngleich die Quote zwischenzeitlich leicht gestiegen ist, sie scheint sich nahe der sieben Prozent einzupendeln. Zur Einordnung: Die landesweite Quote lag im März bei 6,6 Prozent, bundesweit bei 5,1 Prozent.

Im Kreis Unna spricht vor allem der Vergleich mit dem Vorjahr eine deutliche Sprache. Fast 800 Arbeitslose weniger als noch im März 2018; „das ist für die Dauer eines Jahres ein guter Erfolg“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm das Zahlenwerk. „Und bisher ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.“ Helm verweist insbesondere darauf, dass im Kreis Unna heute knapp 2800 Menschen mehr eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausüben als noch vor einem Jahr. Die Zeiten der Massenarbeitslosigkeit im Ruhrgebiet seien vorbei. „Wir müssen viel bewusster zur Kenntnis nehmen, dass wir es immer mehr mit einer starken Wirtschaft zu tun haben.“

„Wir müssen viel bewusster zur Kenntnis nehmen, dass wir es immer mehr mit einer starken Wirtschaft zu tun haben.“
Thomas Helm

Das lässt sich auch beim Blick in die einzelnen Kommunen ablesen. In neun von zehn Kommunen war die Arbeitslosigkeit im März rückläufig. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bönen (-7,8 Prozent bzw. 52 auf 616). Danach folgten Holzwickede (-5,4 Prozent bzw. 26 auf 458), Unna (-3,1 Prozent bzw. 58 auf 1.808), Kamen (-3,1 Prozent bzw. 49 auf 1.554), Werne (-3,0 Prozent bzw. 24 auf 788), Lünen (-2,3 Prozent bzw. 102 auf 4.415), Selm (-1,8 Prozent bzw. 16 auf 859), Fröndenberg (-1,3 Prozent bzw. sieben auf 537) und Bergkamen (-1,1 Prozent bzw. 25 auf 2.174). Allein in Schwerte stieg die Arbeitslosigkeit um 0,9 Prozent bzw. 11 auf 1.282.

Auch der Blick auf einzelne Personenkreise macht Hoffnung. Weniger arbeitslose junge Erwachsene (-11,4 Prozent), weniger Arbeitslose über 55 Jahren (-1,6 Prozent), weniger arbeitslose Ausländer (-2,1 Prozent) und weniger Langzeitarbeitlose (-0,6 Prozent); mal mehr, mal weniger deutlich – aber überall waren die Zahlen im Vergleich zum Vormonat rückläufig.

Positive Entwicklung beim Jobcenter Kreis Unna

Das schlägt sich am Ende auch auf die Klientel des Jobcenters nieder, die nach Einschätzung von Geschäftsführer Uwe Ringelsiep „gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ hat. Das Jobcenter vermeldet im Vergleich zum Vormonat mit 10.509 Arbeitslosen einen leichten Rückgang um 1,0 Prozent. Ringelsiep ist aber zuversichtlich: „Ich rechne auch im kommenden Monat mit einem kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen.“

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