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Alter Schlachthof: Gesundheitscampus kommt doch nicht und verliert einen wichtigen Partner

dzBildungsprojekt verzögert sich

Immer wieder hatte sich der Start des Gesundheitscampus verzögert. Jetzt verzögert er sich nicht nur, er verliert auch einen wichtigen Partner. Und zieht wohl um.

Lünen

, 09.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Zuletzt lautete der Plan: Die ersten Studenten sollten im Sommer 2019 auf dem alten Schlachthofgelände an der Borker Straße anfangen. In Kooperation mit der privaten Dresden International University (DIU) sollten dort Studiengänge aus dem Gesundheitswesen angeboten werden.

Auch der erste Kurs stand schon fest: Management für Gesundheitsfachberufe wäre das gewesen. Daraus wird wohl erst einmal nichts: „Soweit ich weiß, liegt das Projekt auf Eis“, berichtet Heinrich Milk, Besitzer des noch bestehenden Gebäudes und umliegenden Geländes.

„Plan auf dem Schlachthof ließ sich nicht realisieren“

Der Gesundheitscampus sei weiterhin in der Umsetzung, berichtet Wirtschaftsförderer Eric Swehla. Meint damit aber im Grunde das gleiche. „Der ursprüngliche Plan auf dem Gelände des alten Schlachthofes, zusammen mit der DIU zu beginnen, ließ sich leider nicht realisieren.“

Laut Swehla hätte sich das Projekt für die DIU „nicht rentiert“, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern, sei eine spätere Zusammenarbeit aber weiter möglich. Die DIU war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Wirtschaftsförderer Swehla hat sich deshalb nach neuen Kooperationsmöglichkeiten umgesehen: „Hierzu laufen Gespräche mit verschiedenen Partnern für einen Start im kommenden Jahr“, sagt er. 2020 also könnte der Campus jetzt an den Start gehen. Dann allerdings nicht mehr auf dem alten Schlachthof-Gelände, sondern am Lüntec in Brambauer.

Wie es am ehemaligen Schlachthof weitergeht, weiß auch Besitzer Heinrich Milk noch nicht. Es gebe keine Eile, sagt er, und: „Gute Ideen kommen nicht einfach über Nacht.“

Nicht das einzige Hochschul-Projekt in der Schwebe

Der Gesundheitscampus ist nicht das einzige Hochschul-Projekt, das in Lünen derzeit in der Schwebe ist: Die Hybride Hochschule, die die Stadt gemeinsam mit der FH Dortmund etablieren wollte, liegt ebenfalls auf Eis. Die FH, von der Stadt als Partner genannt, erklärte jedoch auf Anfrage der RN, man plane gar keinen Standort in Lünen.

Laut Stadt Lünen wollten die Fachhochschule Dortmund und eine private Hochschule in Zusammenarbeit mit örtlichen Firmen ein Institut für Informatik und Ingenieurwesen gründen. Eine Meldung, die sich später als unwahr herausstellte.

Wirtschaftsförderer Eric Swehla betonte indes, die Stadt arbeite unabhängig von der FH-Absage weiter daran, Lünen zu einem Hochschul-Standort zu machen. Ob es dabei um IT geht, um Gesundheitsberufe - oder um beides - wird sich wohl noch zeigen.

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