44-jähriger Hammer wurde umgebracht

dzKriminaltechniker vor Ort

Auf einem Grundstück an der Hohestraße in Hamm ist ein schwerst verletzter Mann aus Hamm gefunden worden; er starb kurze Zeit später vor Ort. Der 44-Jährige wurde offenbar Opfer eines gezielten Übergriffs.

von Frank Lahme, Markus Hanneken, Lars Becker

Hamm

, 05.10.2018, 09:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Hamm wurde der Mann am späten Donnerstagabend gegen 23 Uhr auf einem Grundstück an der Hohestraße gefunden. Wie Staatsanwalt Carsten Dombert mitteilte, gibt es keine Hinweise auf einen Raubtatbestand. Der Tote habe seine Brieftasche noch bei sich gehabt. Möglicherweise sei er von dem Täter oder den Tätern überrascht und vor seiner Haustür abgepasst worden.

Die Mordkommission habe aktuell „zwei bis drei Personen“ im Blick, mit denen der Getötete in der Vergangenheit im Clinch gelegen haben soll und die möglicherweise als Verdächtige in Frage kommen. Die Ermittlungen stünden in dieser Hinsicht aber noch am Anfang.

Näheres zu den Todesumständen – es soll viel Blut geflossen sein – soll durch eine Obduktion geklärt werden. Wann diese stattfinden wird, ist noch unklar.

Gegenüber der Redaktion hatte der Oberstaatsanwalt Dombert schon am Morgen Klartext gesprochen: „Alle Umstände lassen nur den Schluss zu, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt.“ Bei dem Opfer, das beim Eintreffen von Notarzt und weiteren Rettungskräften noch gelebt habe, handele es sich um einen 44-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der unmittelbar vor jenem Wohn- und Geschäftshaus gefunden worden sei, in dem er gelebt habe.

Wie lange das Opfer dort schon schwerst verletzt gelegen haben könnte, ist Gegenstand der aktuellen Ermittlungen. Das Polizeipräsidium Hamm ist übrigens nur rund 300 Meter vom Tatort entfernt, liegt ja ebenfalls an der Hohe Straße.

Zufällig sei der Schwerstverletzte dort im Bereich einer Hinterhof-Bebauung von einem Zeugen gefunden worden, der unmittelbar Polizei und Notarzt alarmiert habe. Die Entdeckung des Opfers habe nicht darauf basiert, dass der Zeuge Geräusche oder Schreie vernommen habe.

Naturgemäß habe sich die Tatortaufnahme in der Nacht schwierig gestaltet. Am Morgen trafen erneut jene drei Kriminaltechniker des Polizeipräsidiums Dortmund mit dem Tatortkraftwagen der KTU (Kriminaltechnische Untersuchungsstelle) in Hamm vor Ort ein, die auch schon bis etwa 1 Uhr am frühen Morgen in Hamm gewesen waren.

Sie fotografieren den Tatortbereich und suchen nach verwertbaren Spuren, um dann der eingesetzten Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Dortmund Bericht zu erstatten. Das alles fand statt, ohne großes Aufsehen zu erregen.

„Zu den Verletzungen, die das Opfer erlitten hat, können wir jetzt noch nichts sagen. Bei diesen Informationen handelt es sich um reines Täterwissen, insofern müssen wir uns hier noch bedeckt halten“, so Oberstaatsanwalt Dombert.

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