Bilanz nach zwei Jahren: 1140 Mal klingelte es bei den Mobilen Rettern

Mobile Retter App

Seit zwei Jahren wird im Kreis Unna die Mobile-Retter-App eingesetzt. Diese App fürs Smartphone vernetzt Ersthelfer und sorgt für schnelle Hilfe im Notfall, noch bevor der Rettungswagen vor Ort ist.

16.11.2018, 16:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bilanz nach zwei Jahren: 1140 Mal klingelte es bei den Mobilen Rettern

Die Benachrichtigung bekommen die Mobilen Retter auf ihr Smartphone.

Das Prinzip funktioniert wie folgt. Jeder, der qualifiziert ist, also zum Beispiel Ärzte, Rettungsassistenten oder Krankenpfleger, lädt sich die App herunter und registriert sich. Wenn nun ein Notfall an die Leitstelle gemeldet wird, etwa ein Herzinfarkt, kann von der Rettungsleitstelle auch die Mobile-Retter-App angesteuert werden. Es wird geprüft, welche registrierten Nutzer der App dem Einsatzort am nächsten sind, diese bekommen dann eine Benachrichtigung auf ihr Handy.

Einsatz aufs Handy

Nehmen sie den Einsatz an, bekommen sie alle notwendigen Informationen über den Notfall und wo sie hin müssen. Dadurch sind die Ersthelfer dank der Rettungsapp oftmals schneller vor Ort, als der Rettungswagen und können dadurch, etwa durch Herzdruckmassage, wertvolle Zeit gewinnen. Jetzt hat der Verein die Einsatzzahlen ausgewertet. Demnach gab es im Kreis Unna zum Erhebungsdatum im August dieses Jahres insgesamt 424 Ersthelfer, die über die App bei einem Herzkreislaufstillstand und Bewusstlosigkeit gerufen werden. Sie haben rund 740 Einsätze übernommen.

1140 Einsätze in zwei Jahren

Über 1140 Mal klingelte das Handy der mobilen Retter während dieser Zeit. In also rund 64 Prozent aller Alarmierungen haben Ersthelfer in der Nähe das Handy gezückt und einen Einsatz übernommen.

60 Prozent der alarmierten Retter erreichten den Notfall-Ort in weniger als fünf Minuten, während die mittlere Distanz zum Notfall in etwa 1700 Meter betrug.

  • Die meisten Mobilen Retter gab es in Unna. Dort waren 67 Ersthelfer gemeldet, gefolgt von Kamen (56), Bergkamen und Lünen (je 52) sowie Schwerte (39).
  • Wer helfen will, braucht Vorkenntnisse in der Rettung von Menschen.
  • Die meisten Retter waren Feuerwehrleute mit Ersthelfer-Ausbildung (111). Es folgten hauptamtliche Rettungssanitäter, -assistenten und Notfallsanitäter (58), Sanitäter (36) und Gesundheits- und Krankenpfleger (35).
Meistgelesen