Wirtschaftsförderung

WFG Unna: Jeder eingesetzte Euro kommt mehr als achtfach zurück

Dass sich die Investition in die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna lohnt, zeigt jetzt ein Gutachten. Betrachtet wurden dabei die Aktivitäten der WFG zwischen 2017 und 2021.
Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom (l.) und Aufsichtsratschef Mario Löhr sind sich einig, dass die WFG in den vergangenen Jahren gute Leistungen erbracht hat, von der auch die einzelnen Kommunen profitieren.
Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom (l.) und Aufsichtsratschef Mario Löhr sind sich einig, dass die WFG in den vergangenen Jahren gute Leistungen erbracht hat, von der auch die einzelnen Kommunen profitieren. © Dirk Becker

Städte und Kommunen müssen für die Wirtschaftsförderung Geld in die Hand nehmen. In Zeiten leerer Kassen stellt sich hier und da die Frage, ob diese Investitionen lohnen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG) kann für sich jetzt behaupten, dass sich jeder eingesetzte Euro lohnt – und das sogar mehr als achtfach.

Die Exper Consult Unternehmensberatung GmbH & Co. KG aus Dortmund hat im Auftrag der WFG eine Datenerhebung vorgenommen. Die Analyse kam zu dem Ergebnis, dass jedem Euro, den die Kommunen und der Kreis Unna als Gesellschafter für die WFG aufwenden, rund 8,50 Euro Ertrag gegenüber stehen.

Datengrundlage aus den Jahren 2017 bis 2021

Als Grundlage dienten Daten aus den Jahren 2017 bis 2021. In den Ertrag flossen direkte Effekte über Arbeitsplätze und Investitionen ebenso ein wie indirekte Effekte (Produktion, Beschäftigung und Einkommen über Zulieferer) und induzierte Effekte (Produktion, Beschäftigung und Einkommen über Konsum und Verflechtungsbeziehungen).

Betrachtet wurden 423 Projekte. Aus den Verlustzuweisungen der Gesellschafter in den betrachteten Jahren (3.124.025 Euro) und dadurch erreichte Steuereinnahmen in Höhe von 26.468.169 Euro ergibt sich ein Wirkungseffekt von 1 Euro zu 8,47 Euro – bedeutet: Jeder investierte Euro bringt 8,47 Euro Ertrag.

„Von mir aus kann man das jedes Jahr machen.“

Landrat und WFG-Aufsichtsratschef Mario Löhr

Laut der Analyse wurde durch die Aktivitäten der WFG eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 130 Millionen Euro erzeugt. 4.945 Arbeitsplätze sind dadurch entstanden – direkt, indirekt und induziert. WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom und Aufsichtsratschef und Landrat Mario Löhr betonen, dass die WFG somit einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft im Kreis Unna geleistet habe. Indirekt trage sie auch zur Stärkung der kommunalen Haushalte bei.

Mario Löhr erklärt auf Nachfrage, dass er sich eine Erhebung wie die aktuelle regelmäßig vorstellen kann. „Von mir aus kann man das jedes Jahr machen“, setzt er zum einen auf Transparenz, zum anderen wird die Leistungsfähigkeit der WFG deutlich.

Realistisch erscheint, dass die WFG den aktuellen Wert nicht auf Dauer halten kann. Industrieansiedlung auf der grünen Wiese ist kaum noch möglich, es geht vor allem um die Aufbereitung von alten Industrieflächen. Dazu zählen etwa die Kraftwerkstandorte. Weil die Aufbereitung alter Flächen deutlich kostenintensiver ist, dürfte der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand zukünftig geringer werden.

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